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AW: Interessantes Interview von W.Schlager
Stelle mal wieder fest, dass das Diskusionsniveau hier bei tt-news freundlich ausgedrückt doch sehr wechselhaft ist.
Ich habe gar keine Lust, im Einzelnen auf den einen oder anderen hemmungslos unterirdischen Beitrag hier einzugehen.
Worum gehts denn in dem Interview?
Richtig ist, dass Schlager die Bedingungen in der Halle bemängelt. Falsch ist der Rückschluss, dass er seine Niederlage auf diese Bedingungen zurückführt: "...ist ein Match gegen Timo Boll total offen".
Keinesfalls stellt er es so dar, als sei er nun besonders gehandicapt gewesen durch die Rahmenbedingungen.
Typisch für alles was ich bisher von und über Werner Schlager gelesen und gehört habe ist vielmehr, dass er sich aus dem Fenster hängt und Dinge anprangert, die seiner Meinung nach nicht ok sind.
Nach meinem Verständnis trägt er dort seiner exponierten Stellung Rechnung, die er als Einzelweltmeister hat. Ich finde es ausgesprochen positiv, dass er sich Gedanken über die öffentliche Darstellung des TT-Sportes macht und die Interessen aller Aktiven wahrzunehmen versucht.
Die Analyse Waldners Erfolge betreffend macht doch auch schlicht Sinn, wenn Bälle dort wirklich anders springen/z.T. verspringen. Das ist doch per se keine Abwertung der Leistung Waldners, sondern vielmehr die klare Sprache, für die Schlager grundsätzlich steht.
Mutmaßungen darüber, dass andere Tische als erwartet und eine pustende Klimaanlage doch so schlimm nicht sein können, entbehren für mich jeglicher Grundlage, wenn sie von Leuten hier im Forum kommen, die weder jemals selbst Profi-TT auf höchster Ebene betrieben haben noch in der Halle in Athen vor Ort waren.
Davon ausgehend, dass im Spitzen-TT Nuancen entscheiden, mag ich wohl glauben, dass solche Dinge Einfluß auf den Spielausgang haben. Zumindest steht es mir sicher nicht zu, eine solche Aussage herablassend zu kommentieren.
Mal wieder kopfschüttelnd
grüßt Tom
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