Das Thema gehört m.E. nicht sonderlich gut hier her, dennoch ein paar Anmerkungen:
1. Gold und Silber sowie andere Rohstoffe sind nicht grundsätzlich (immer) gut, da die Kursschwankungen z.T. sehr hoch sind. Sie passen auch nicht (als Basisinvestment) in das geforderte Risikoprofil (bestenfalls als geringe Beimischung, wenn sonst alles stimmt).
2. Über den Anbieter ayondo kann ich nichts sagen, nur erscheint mir der Handel mit CFDs (Trading mit CFDs/Derivaten) überhaupt nicht für die Erfahrungen des Threaderstellers geeignet. Hierzu auf deren Website > "75,9% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren." < Ich erspare mir jeglichen weiteren Kommentar.
Info: CFD steht als Abkürzung für Contracts for Difference, auf Deutsch Differenzkontrakte. Es handelt sich dabei um ein so genanntes Derivat. Als Derivat oder derivatives Wertpapier bezeichnet man ein Papier, dessen Wert bzw. dessen Wertentwicklung von der Entwicklung eines oder mehrerer Basiswerte abhängig ist.
3. Kapilendo ist eine von vielen aus dem Boden schießenden Plattformen für Crowdinvesting, die Investition in Firmen und/oder deren Projekten (meistens) im Frühstadium. Diese Investitionen können gut gehen oder werden (nicht selten) zum Totalverlust.
Fazit: Die o.g. Ideen entsprechen alle weder dem geforderten Anlegerprofil noch den Kenntnissen sowie der Anlageerfahrung. Ein Berater, der solche Empfehlungen abgibt, müßte im Klagefall komplett Schadenersatz leisten.
Wünsche/Anforderungen des Anlegers:
A. Vernünftiger Mix aus Risiko und Sicherheit = Aktienquote (AQ) max. ca. 50-60% abzüglich geringer Fachkenntnisse = AQ - 10 bis 20 % = AQ rd. 30-50%
B. Strategie mittel bis langfristig. = ist keine Strategie, sondern der Anlagehorizont (5-10 Jahre)
C. Auf das Geld muss nicht kurzfristig zugegriffen werden. Liquiditätsoption < 2 Jahre nicht erforderlich
>> Eine Finanztest würde wohl wahrscheinlich empfehlen, das Geld zu
1. 50-70% in Festgeld bei einer Westeuropäischen Bank (EU Zone, z.B. Frankreich, Österreich, Holland) oder die Schweiz (Anlage in Euro) zu ca. 0,8-1,5% Zins auf zunächst 2 Jahre anzulegen, danach entsprechende Wiederanlage
2. 15%-25% in einen ETF z.B. des S&P 500 anzulegen
3. 15%-25% in einen ETF z.B. des MSCI World anzulegen
4. Optional kann man max. 10% in einen ETF Gold anlegen, was jedoch die ETF Positionen 2+3 entsprechend reduziert.
Ein ETF (engl.: *Exchange Traded Fund*) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index, wie beispielsweise des DAX, abbildet.
Man kann ein kostenloses Testdepot bei einigen Anbietern mit den o.g. Werten anlegen, um zu sehen, welchen Schwankungen man in den vergangenen 5-15 Jahren ausgesetzt worden wäre (Backtest). So kann man mit der Aufteilung in % spielen und bekommt einen Eindruck für den abstrakten Begriff "Risiko", insbesondere wenn man die Börsenjahre 2008 und 2018 einbezieht.
Wichtige Grundlagen der Geldanlage und deren Zielkonflikte kann man dem Magischen Dreieck der Vermögensanlage entnehmen
https://de.wikipedia.org/wiki/Magisc...3%B6gensanlage