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Alt 22.08.2004, 10:43
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Enrice Enrice ist offline
Mach-2-Rückhand
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AW: Interessantes Interview von W.Schlager

Zitat:
Zitat von difu
was waldner betrifft: jeder andere hätte doch auch auf sein spiel "mit langsamen spins und blocks" umstellen können (das ganze erinnert mich fast an manche diskussionen über noppenspieler ).
Das ist doch lächerlich. Weltklassespieler können ihr Spiel sicher weitreichend TAKTISCH einstellen, aber doch sicher nicht technisch! Das wäre so als würde man einem Angreifer nahelegen, doch abzuwehren, weil das bei den herrschenden Bedingungen erfolgversprechender ist.:confused:

Ich bin kein Schlager-Fan (obwohl Österreicher), das sei hier mal klargestellt. Es mag auch sein, daß Schlagers Wortwahl, was Waldner betrifft, nicht sehr fein ist. Tatsache ist aber, daß Schlager eines der modernsten Spielkonzepte überhaupt spielt. Wer dabei meint, das wäre den ersten Ball noch härter zu spielen, der outet sich damit selbst als völlig Ahnungsloser.
Zitat:
Gerade wenn das Spiel so "langsam" wäre sollten doch eigentlich mehr Ballwechsel zustande kommen (was meiner Meinung nach auch der Fall war, zumindest in einigen Spielen, besonders in denen von Waldner), und ob das "moderne" (also das scheinbar hauruck Gekrache auf den ersten Ball woraufhin kein Kraut mehr wächst) Spiel wirklich das attraktivere für den Zuschauer ist mag getrost bezweifelt werden, auch wenn man sich damit den Vorwurf des ewig gestrigen einhandelt.
Lauter Vermutungen!
Das moderne Spiel, was Schlager gemeint hat ist in etwa das, was auch Chuan, Smirnov, Wang Hao, Lundquist, ... spielen. Knapper an der Platte, kaum gerade Blocks, aktive Spinblocks und Gegenspins am Tisch sooft sich die Möglichkeit bietet und die Zeit reicht. (Auch nur eine Analyse eines interessierten Amateurs!). Waldner spielt diesen Stil definitiv nicht. Aber er ist eben Waldner, der seinen eigenen, nicht kopierbaren Stil hat, der ebenso erfolgreich oder auch erfolgreicher sein kann! Schlager hat ja auch gesagt, ÄLTERE und nicht VERALTETE. Ich meine auch nicht, daß man die Pfeife halten soll, nur weil man verloren hat. Im Übrigen wird man kaum schlechte Bedingungen als Grund für einen SIEG suchen . Er wurde ja schließlich auch gefragt, womit er nicht zufrieden war, da ist es doch legitim, eine passende Antwort zu geben!
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Dr. Exnoppe
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