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Alt 16.07.2019, 14:46
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Peter Igel Beitrag anzeigen
Dann schreib' das bitte auch so.
Mal davon ab, dass ich es noch niemals erlebt hab', dass die Fußbodenheizung (so man eine hat...) über Stromkosten abgerechnet wird, scheinen mir 200 NK zu hoch.
Ich zahle deutlich weniger.
Also bring' hier mal realistische Zahlen, sonst tritt Dein typisches Problem auf, nämlich dass Du eigentlich Brauchbares schreibst, das aber durch maßlose Übertreibung an anderer Stelle unglaubwürdig machst.
Da musst ' mal dringend dran arbeiten, themenübergreifend.



Damit wird aber viel Populismus betrieben.
Wenn ich das schon höre, "ich zahl' den Spitzensteuersatz, Frechheit!".
Mag ja sein, aber auf welchen Betrag?
Richtig, auf alles, was über 56k liegt.
Das ist bei den meisten dann nicht mehr allzuviel.
Interessant wird's bei der Reichensteuer; die greift ab ner Viertelmillion.
Wobei die drei Prozent mehr den Kohl dann auch nicht mehr fett machen; das ist eher ein Luxusproblem...
Bei Familie mit 2 Kindern gilt sowieso die Splittingtabelle, dazu wird noch RV und KV zum Teil steuermindernd und das Kindergeld, respektive den KFB muss man auch noch berücksichtigen.

Die höchsten Belastungen hat ein alleinstehende Selbstständiger im Bereich des kleinen Mittlestands, wenn er freiwillig gesetzlich KV und RV versichert ist. Bis zur BBG 40% SV, er zahlt ja beide Anteile. Dazu kommt noch die gedeckelte Verrechnung der GewSt, was etwa 3% Aufschlag je 100 Punkte mehr Hebesatz ausmacht. Dazu Kammer und BG, bei Handwerkern auch noch Betriebshaftpflicht.

Steuerlich ideal für einen alleinverdienenden Industriekaufmann wäre, wenn er und seine Frau jeweils noch einen 450 Euro Job nebenher machen. Dann hat der Haushalt knapp 4.000 Netto ohne großartige steuerliche Abzüge.

Zur Progression: Der Steuersatz greift natürlich erst voll ab der von dir genannten Marke (beim Ehepaar dann halt 112k), aber er zieht natürlich im Bereich davor schon erheblich an.

Was man aber auch nicht vergessen darf ist, dass zwar im niedrigeren Bereich relativ wenig bis gar keine Nettolast bei der Est anfällt, aber prozentual vom Gehalt sehr hohe Verbrauchsteuern und Abgaben fällig werden. Mitte der 90er war die MwSt bei 14%, jetzt 19. Auf der Stromrechnung sind 50% Steuern und Abgaben drauf. Wie du schon mal richtig gesagt hast können alle nur zweimal am Tag warm essen. Auch Kindergartengebühren treffen die Alleinverdiener Mittelfamilie prozentual stärker als Gutverdiener.

Eine CO2 Steuer mit 37 Cent höheren Spritpreisen (zzgl. Mwst) und höhere Gaspreise treffen prozentual auch wieder hauptsächlich den Pendler. Man darf ja auch nicht vergessen, dass Spesen und KM-Pauschale seit 20 Jahren nahezu unverändert sind. Und da der "Alleinverdiener" kaum Steuern zahlt, profitiert er von den Pauschalen auch wieder weniger als ein Gutverdiener.

Es ist auch kein Wunder, dass E-Autos für normale Angestellte keine Option sind. Zum Einen ist das Modell mit Batteriemiete unattraktiv, zum Anderen ist es völlig unrentabel einen 4-5 Jahre alten Diesel zu verkaufen, um dafür ein neues E-Auto Plus Förderung zu erwerben. Durch den Wertverlust ein absolutes Minusgeschäft.