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Alt 16.07.2019, 15:06
Noppenzar Noppenzar ist offline
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Zitat:
Zitat von Armendariz Beitrag anzeigen
Dazu gibt's regionale Unterschiede.

In vielen schwäbischen Familien hat das Sparen halt Tradition.
Wenn das Wasser da morgens länger läuft als nötig, klopft die 80-Jährige von der anderen Doppelhaushälfte mit dem Stock ans Fenster

Mal schauen wie lang die Babyboomer noch durchhalten.

Bierbauch, Bewegungsmangel (u.a. durch die große Automobilwelle), Alkohol- und Nikotinsucht und ungesunde Ernährung haben die Generation voll getroffen. Die Generation, die im oder kurz nach dem Krieg das sparsame Essen gelernt hat ist ja schon so gut wie weg.

(Keine Sorge, unsere Generation wird dafür im Alter blind sein, Gelenkschäden am Daumen und im Nacken haben und vor lauter Strahlung große Tumore in ihren Köpfen züchten, damit sollte der Gerechtigkeit Genüge getan sein )


Bin mir auch nicht sicher, ob man in 10-15 Jahren nicht plötzlich ganz anders über Sterbehilfe denkt. Viele ältere Menschen wollen ja gar nicht von der Kosovarin betreut werden, und schon gar nicht ihr restliches Geld in Maschinen verpulvern, die sie möglichst lang am Tropf halten. Und der Grund "kirchentreu" ist stark am Zusammenschmelzen...
Der Lebensstil hat aber auch historische Gründe. Ich erinnere mich gut an meine Oma, die einerseits den Krieg erlebte, dann Mangel in der DDR und nach Flucht nochmal völliger Neuaufbau. Diese Generation war froh und stolz Sonntags üppiges Essen, Kuchen und Kaffee auf den Tisch zu bringen, weil sie einen extremem Mangel gewohnt waren. Heute spielt doch auch oft der Zeitfaltor mit rein und dann sind wir wieder bei der Doppelverdiener wegen Selbstverwirklichung Familie. 2 Kinder, 10 Stunden ausser Haus wegen Arbeit und noch Hobbys, wer soll da in der Familie noch VERNÜNFTIG für alle Kochen? Am Wochenende wird dann gegrillt und gesoffen um die überlastete Birne und den Stress frei und weg zu bekommen.

Nicht umsonst sprechen viele erfolgreiche Männer in höchstem Tönen von ihrer "Hausfrau", die ihnen einfach den Rücken frei hält.

Seht viel Stress ist heute auch "hausgemacht". Brückentag? Wie von der Tarantel gestochen in den Städtetrip. Urlaub? Jeder Tag von Morgens bis Abends komplett verplant.

Das Ergebnis dieser Lebensweise sieht man in der stark steigenden Anzahl psychischer Erkrankungen. Gerade bei berufstätigen Frauen erlebe ich oft eine enorme Gestresstheit und einen enormen Frust. Dazu kommt dann noch, dass oft eine Rolle im Beruf gespielt wird, die völlig entgegen der eigenen Persönlichkeit steht. Man meint den ganzen Tag "dynamisch" und "tough" auftreten zu müssen und geht dabei innerlich kaputt. Ich sehe das immer wieder, wenn Frauen im Beruf aufsteigen. Vorher qualifiziert, beliebt und ausgeglichen machen sie dann den Fehler Optik (Stichwort Hosenanzug und "moderne Kurzhaarfrisur ohne blond) und Habitus (Versuch dominant aufzutreten) zu verändern, was dann auf Kollegen, Kunden und Vorgesetzte einfach nur lächerlich wirkt. Jeder Mensch sollte soweit wie möglich bei sich selbst bleiben. Dann ist man auch ausgeglichen und zufrieden.