|
AW: Mambo C bzw. H
Hoi zsämma!
Also ich hab im letzten Trainingslager nochmals eine ausgiebige Testserie gefahren und verschiedene Belagskombinationen ausprobiert. Auf der Vorhand testete ich den Mambo H in max. und den COR Supersponge (SS) mit dicken 2.0 mm und auf der Rückhandseite den Mambo H mit 2.1 mm, den HP@ mit 2.0 mm und den COR SS mit 2.0 mm. Aufgrund meiner Testeindrücke kam ich eigentlich mit allen Kombinationen gut zurecht, wobei mir der COR SS auf der Rückhand vielleicht etwas zu weich und zu katapultig vorkam. Die beiden Mambo H sind etwas weicher als mein erstes Testexemplar. Dementsprechend hatten sie etwas mehr Katapult und auch der Sound war vergleichsweise gut. Im Vergleich dazu sind die beiden COR SS-Beläge trotzdem noch weicher (geschätzte 41° bei einem Nominalwert von 42.5°).
Der Mambo H spielt sich gar nicht so verschieden zum COR SS. Letzterer ist nur etwas weicher, dynamischer, hat mehr Katapult und eine höhere Flugbahn (schon relativ stark gebogen), während ersterer mehr Spin/Schnitt erzeugt.
Für einen ersten ernsthaften Einsatz unter Wettkampbedingungen bin ich deswegen gestern beim Saisonauftaktturnier mit der doppelten Mambo H-Kombi an den Start gegangen. Irgendwie hatte ich (für mich sehr überraschend) kein Vertrauen in den Mambo H auf der Rückhandseite und mir fehlte das besondere Gefühl der Rückmeldung wie mit dem HP@. Mein Block- und Konterspiel lief überhaupt nicht, während im Trainingslager eigentlich alles perfekt war. Die Vorhand war ganz okay, aber oh je, welch ein Schreck. Beim zweiten Einzel hat auch der zweite, rote Mambo H wieder einen Riss bekommen. Mit diesem zusätzlichen Schock war es nicht verwunderlich, dass ich sowohl in der A-Klasse als auch in der B-Klasse frühzeitig ausschied.
So gut der Mambo H auch ist, aber zwei gerissene Beläge nach nicht einmal zwei Wochen sind für mich inakzeptabel, sodass ich mich Wohl oder Uebel wieder vom Mambo H trennen werde.
Demgemäss startete ich heute morgen beim erneuten B-Turnier mit dem COR SS auf der Vorhand und dem HP@ auf der Rückhand. Trotz starker Motivationsprobleme war das spezielle HP@ Feeling auf der Rückhand sofort wieder da. Auf der Vorhand musste ich mich ja nicht sonderlich umstellen. Insgesamt lief das Turnier sehr viel erfreulicher für mich, und ich konnte mich von Runde zu Runde steigern. Im Finale musste ich dann gegen einen etwa gleich starken klassischen Verteidiger mit griffiger Langnoppe und starkem Vorhandangriff antreten. Das funktionierte auch recht gut. Ich konnte mit dem COR SS problemlos mehrmals hintereinander auf die Noppe anziehen, und schlussendlich auch das Spiel knapp im 5. Satz gewinnen.
Naja, lange Rede kurzer Sinn:
Das Turnier hat mir gezeigt, dass der HP@ für mein Rückhandspiel eindeutig der beste Belag unter Wettkampfbedingungen ist. Ausserdem ist mir bisher noch kein nassgeklebter HP@ gerissen.
Der Mambo H ist für meine Vorhand zwar sehr gut geeignet aber leider viel zu empfindlich gegenüber Rissbildung und scheidet daher aus.
Ich sag's zwar ungern, aber der COR SS gefällt mir wegen des etwas dynamischeren Verhaltens (Katapult, Sound) und der höheren Flugbahn fast noch besser. Das etwas weniger an Spin/Schnitt ist nicht so tragisch. Was mir allerdings Sorge bereitet ist die Belagoberfläche, die beim COR SS nach zwei Wochen so aussieht wie bei einem Japaner nach 10 bis 12 Wochen. Dafür scheint der Belag resistent gegenüber Rissbildung zu sein. Damit hatte ich bei deutschen Belägen komischerweise noch nie ein Problem (z. B. Moristo, Makss, Torpedo).
Fazit:
Bis auf weiteres bleibe ich bei der Kombination COR SS auf der Vorhand und HP@ auf der Rückhand! Es ist schon tragisch, dass die Belagsqualität einen so entscheidenden Einfluss auf die Belagswahl hat.
JanMove
P.S.: @ Weltklasse: Ich würde an Deiner Stelle mal den COR SS ausprobieren. Der könnte die Lösung Deines Problems sein!
Geändert von JanMove (22.08.2004 um 19:30 Uhr)
|