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Alt 22.08.2004, 20:57
Werner Schlager Werner Schlager ist offline
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AW: Interessantes Interview von W.Schlager

Zitat:
Zitat von Schupfkönig
Bei den Tischen gebe ich dir voll und ganz Recht Werner. Das ist sicher alles nicht optimal gelaufen. Jedoch denke ich das die Sache mit der Klimaanlage
für alle Spieler an den Tischen ein Problem war.
Aber das war in meinen Augen eine Situation mit der keiner der Spieler trainiert hat. Deshalb war die Klimaanlagensituation für alle Spieler gleich.
Bei den Damen ist eine Abwehrspielerin 3. geworden für die Abwehrspieler sollte es doch wohl am schlimmsten sein da die auf Platzierung angewiesen sind und die Damen insgesamt ja nicht so schnell spielen, da hätte dann der Luftzug die Bälle viel stärker verwehen müssen als bei dem schnellen Spiel der Herren.
Ich streite sicher nicht ab das es diesen Luftzug gab, und das dadurch die Leistung der Spieler beeinträchtigt wurde, jedoch hat man deutlich gesehen an Spielern wie Wang Hao und Ryu Seung Min das man auch mit schnellem
Spiel ins Finale kommen kann.
der wind in der halle ist genauso wettbewerbsverzerrend wie die tischsituation. warum unterscheidest du da? ein spielsystem der sicherheit ist einem des risikos wohl bei wind überlegen, oder? in athen war er je nach seite mal als rückenwind (schlägerwinkel zumachen, da ins outgehend) mal als gegenwind präsent (schlägerwinkel aufmachen, da sonst ins netz gehend). ich bräuchte da mindestens 2 volle 7satzspiele um mich halbwegs einzustellen. ein training in der trainingshalle (z.b.einspielen) hätte alle anpassung wieder vernichtet. d.h. jeder einzelne gespielte satz in der haupthalle ist für die anpassung goldes wert. daher auch der vorteil von erstrundenspielern gegenüber zweitrundenspielern usw. im endeffekt stellen sich natürlich die spieler nach und nach ein. das ändert aber nichts an der tatsache, der wettbewerbsverzerrung.

Zitat:
Zitat von Schupfkönig
Ryu hat Waldner keine Chance gelassen und das trotz Klimaanlage und Waldners veraltetem langsamen Spiel, wie du es ja dargestellt hast.

Der 2. Punkt war eben das Darstellen von Waldners Spielweise als veraltet.
Langsam mag es ja sicherlich sein, mit Block Konter und langsamen Spins aber warum sollte es veraltet sein wenn er damit in Halbfinale von Olympia kommt?
Nur weil es nicht mehr viele gibt die so spielen.
Wen mehr so spielen würden würden sich die Chinesen eventuell mal schwerer tun (siehe Ma Lin)
Otto Rehagel ist Europameister geworden, ebenfalls mit einer total veralteten Spielweise.

Ich denke es kommt immer auf die Sichtweise an wie man ein Interview liest, und ich sehe mich als neutralen Leser an.
siehe oben. das spiel gegen ma lin ist ein sehr gutes beispiel, wen die bedingungen bevorzugten. waldner hat schwierigkeiten mit dem aggressiven neuem tt, welches von den chinesen forciert wird. er ist ein meister des älteren (keineswegs veralteten) spielsystem des spins und blockspiels. unter normalen bedingungen kann waldner schwer mit der geschwindigkeit der chinesen mithalten. der erste langsame spin wird abgeschossen/abgezogen. dieser ball ist unter den bedingungen in athen aber zu risikoreich.

btw. ich denke jeder sieht sich selber als neutralen leser
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