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AW: Matchplan
Ein Matchplan macht Sinn, wenn man den Gegner kennt und vorher analysieren kann.
Es ergeben sich ja statistisch nachweisbar signifikant ähnliche Verhaltensweisen.
Z.b. verändern sich Platzierungen bzw. es wird aggressiver oder sicherer gespielt... darüber hinaus gibt es genug Spieler, die nachweisbar Schwächen an bestimmten Punkten haben.
Diese kann der Spieler in der Regel innerhalb eines Spiel auch schlecht abstellen.
Ein Matchplan könnte z.B. sein:
- vorzugsweise hl mit SeitU auf tiefe VH aufschlagen und anschließend den 1. ANgriff über TiMi spielen
- wenn sich der Gegner dann mehr in die VH orientiert, lange Aufschläge in die RH, damit er sich wieder zurück stellt.
Das Ganze kann beliebig tief gestapelt werden. Hier ist es wichtig auf die eigenen Stärken und Schwächen Rücksicht zu nehmen. Wenn ich nicht gut genug im 1. Angriff auf den Return meiner Aufschläge spielen kann, dann muss der Matchplan anders aussehen.
Dazu könnte auch sein, dass man bei mentalen Merkmalen darauf eingeht.
Wenn der Gegner z.b. bei einem frühen Rückstand sehr nervös wird, dann spielt man die ersten Bälle im Satz mit einem höheren Risiko als normal, damit man den Gegner mehr unter Druck setzen kann.
Schön zu sehen war der grobe Matchplan bei der WM von Gauzy gegen XU Xin.
Aus meiner Sicht gab es die klare Route:
1. Spiel so viel wie möglich in die tiefe RH (je weiter zur Seite raus, desto besser)
2. Spiel wenig Tempo und mehr Spin oder leer auf die RH
3. Wenn ein langsamer Ball kommt, gehe auf Punkt.
Aus meiner Sicht war Punkt 2 der Matchwinner, da man wusste, dass man im offenen SPiel gegen die Chinesen selten gewinnen kann, da diese extrem gut in den Rallyes sind.
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