Zitat:
Zitat von mithardemb
Dieser Staat lebt sehr gut von der Globalisierung.
Das wäre sicherlich spannend das zu versuchen in der EU einzuführen, ähnlich wie bei der Ausländermaut.
Gerade für ein Land das vom Export lebt, sind diese Möglichkeiten ziemlich sinnfrei. Verbraucher und exportierende Unternehmen in den USA erleben gerade live was es bedeutet, wenn man den Import stark besteuert. Die Zeche zahlen Kunden und Exportunternehmen.
Schätzen kann man nur, wenn die Unternehmen keine Zahlen vorlegen können. Und keine Sorge. Das können international agierende Konzerne. Wie viele Pommesbuden mit einer Heerschar an Steuerfachwirten und Anwälten kennst du denn so?
Bei denen steht auch nicht der Präsident der Vereinigten Staaten auf der anderen Seite der gleich mit Sonderzöllen droht. Tit for tat....
Leider auch umgekehrt und bei internationalen Konzernen entscheiden dann oftmals eben die Gerichte drüber, gerne auch die von der EU. Da muss man dann unter Umständen die Steuern wieder zurückzahlen, wie man bei der Atomindustrie beobachten konnte.
Es soll durchaus Bundesländer geben, die damit werben wie selten man prüft.
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Dass Steuer nach Staatsangehörigkeit mit dem EU Wahn kaum durchsetzbar ist, ist mir schon klar. Bei Drittstaaten wie Monaco oder der Schweiz ginge es einfacher.
Die Exportabhängigkeit ist durchaus ein Problem, welches sehr risikobehaftet ist. Die Binnenkaufkraft ist seit Jahren zu niedrig, der Export über zu teure Importe teuer erkauft. Hier ist auch der, für uns, schwache Euro ein Problem. Das siehst du, wenn du in Drittstaaten in den Urlaub fährst oder dir mal das Obst aus Drittstaaten ansiehst.
Beim Schätzen vertust du dich (ich rede von der Steuerprüfubg). Und Großkonzerne werden eigentlich dauergeprüft. Das geht schon aufgrund der Beweislastumkehr. Gewollt ist es nicht. Wenn du ein Hotel betreibst und am Tag 10 Gäste kommen und das Fibanzamt dreimal abends die Kasse prüft und 20 Gäste zählt, dann setzen die deine Einnahmen auf 20/Tag hoch und du musst das Gegenteil beweisen. Ebenso wiegen sie in der Pommesbude die Gerichte und rechnen anhand des Einkaufs nach. Bist du Handwerker rechnen sie die verbrauchten Materialien hoch.
Die EU hätte mit 540 Mio EW schon eine Macht gegen Dritte. Da man sich selbst das Leben mit Dumpingländern wie Irland etc schwer macht, wird man sich nach außen erst recht nicht einig.
Tja, die Bundesländer...
Selbst Kommunen stehen im Wettbewerb. Auch da ist es mittlerweile so, dass sowieso schon reiche Städte mit der GewSt runtergehen und ärmere Städte höhere Sätze nehmen müssen, um gesetzliche Vorgaben zu erfüllen. Die Unternehmen gehen dann natürlich lieber in den Raum D’dorf als in das Ruhrgebiet. In Monheim zählt man halt nur 27% auf den Gewinn, in Witten 33%.
Summasumarum könnte man schon, wenn man wollte, man will aber nicht.