Zitat:
Zitat von Noppenzar
Na ja, Großbetriebsprüfer sitzen über Wochen und Monate tagtäglich in der Großunternehmen. Da wird, bei Bedarf, sicher mal in der Mittagspause oder beim Rauchem vor der Tür ganz unverfänglich geredet.
In etwa so:
"Sie sind ja sehr qualifiziert"
"Danke"
"Wir haben demnächst eine Stelle xy neu zu besetzen"
"Aha"
"Ach ja, das Problem mit den Verrechnungspreisen, kommen wir da zusammen"
"Ich schaue mal, wie wir uns da einigen können"
So in der Art läuft es doch sehr sehr oft.
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Diese Fälle wird es mit Sicherheit geben. Wie häufig sie vorkommen weiß allerdings niemand. Jemanden zu bestechen (genau darum handelt sich dein Fall ja) ist natürlich nicht ganz zu risikolos wie du darstellst. Nicht jeder Finanzbeamte wird zum geprüften Betrieb wechseln wollen und wenn man entsprechende Gegenleistungen anbietet, ist man sehr schnell bei einem strafbaren Rahmen.
Bei großen Betrieben ist auch nicht nur ein einzelner Prüfer im Einsatz und ich könnte mir vorstellen, dass man Prüfungen die einem direkten Wechsel vorangehen bei der Innenrevision auch genauer unter die Lupe nimmt.
Aber langer Rede kurzer Sinn. Wo immer jemand mit dem Job auch die Seiten wechselt, gibt es Raum für Mauscheleien. Das weiß man nicht erst seit ein Fußballspieler aus Herzogenaurach den entscheidenden Strafstoß im Pokalfinale vergeben hat.