Zitat:
Zitat von Nullinger
Für mich heißt das aber, dass wir jetzt so schnell wie möglich handeln müssen.
Ich stimme Dir zu, dass wir weder unsere Stahlproduktion noch die Kohlekraftwerke stilllegen, bevor es nicht Alternativen gibt.
Für die Kohle gibt es aber Alternativen und die müssten eben schnellstmöglich ausgebaut werden. Dann könnte man die Kohle auch zügig runter fahren. Bei Stahl kenne ich mich nicht aus.
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Aus:
https://scilogs.spektrum.de/gedanken...imadiskussion/
Zitat:
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6. Irrtum: Die technischen Probleme des CO2-Ausstiegs sind gelöst. Die Politiker müssen nur die richtigen Rahmenbedingungen vorgeben (Stichwort CO2-Steuer).
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Er nimmt da auch Bezug auf:
Daraus:
Deutschland muss bis etwa 2040 seinen CO2-Ausstoß auf Null reduzieren, schreibt Quaschning. Kraftwerke, Industrie, Straßenverkehr und Gebäudeheizungen dürften von da an keine fossilen Energien mehr nutzen. Erdgas, Öl und Kohle wären tabu. Wenn man die Erfolgsmeldungen der Politik zum Thema Energiewende ansieht, könnte man meinen, das wäre kein Problem. Nur stimmt das leider nicht. Der Endenergieverbrauch2 beträgt in Deutschland ungefähr 2600 Terawattstunden pro Jahr, davon entfällt nur ein knappes Viertel auf Strom, der Rest verteilt sich auf die Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie.
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Quaschning betont deshalb in seiner Studie das Konzept der Sektorkoppelung. Er möchte erreichen, dass Strom aus erneuerbaren Energien alle anderen Sektoren mit Energie versorgt.
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Deshalb baut Quaschning auf massive Effizienzsteigerungen, die den Strombedarf nur auf das Doppelte des heutigen Werts ansteigen lassen. Wind und Sonne sind allerdings nicht immer dann verfügbar, wenn man Strom braucht. Im Winter muss man sogar damit rechnen, dass zwei bis drei Wochen eine sogenannte Dunkelflaute herrscht, in der Solarzellen und Windräder keine 5% ihrer Nennleistung liefern.
Also braucht man einen Langzeitspeicher, der den Strombedarf von etwa drei Wochen decken kann. Zum Vergleich: Unsere bisherigen Speicher reichen für weniger als 30 Minuten. Quaschning möchte aus überschüssigem Strom Erdgas (Stichwort Power-to-Gas) erzeugen, das im Bedarfsfall in Kraftwerken verbrannt wird und wieder Strom erzeugt. Leider muss man bei diesem Verfahren drei Kilowattstunden in den Speicher stecken, um ein Kilowatt hervorholen zu können. Der Prozess ist also sehr ineffizient, aber Quaschning geht davon aus, dass keine andere Methode ausreichend viel Energie speichern kann. Deshalb sieht er vor, 20% mehr Strom zu erzeugen, als eigentlich benötigt wird, um die Speicherverluste auszugleichen.
Zum selber nachlesen:
Es ist nicht so einfach, wie das viele sich vorstellen, leider.