Wer sagt denn, dass es einfach ist?
Aber, was auch Dein verlinkter Artikel irgendwie suggeriert, scheint man ja eigentlich gar nichts machen zu müssen, weil:
a) unser Anteil am globalen Ausstoß zu klein ist
b) sich die anderen eh nicht nach uns richten
c) die Technologien für eine Dekarbonisierung und Energiespeicherung noch nicht gut genug sind.
Hanebüchen finde ich hier, dass zum einen gesagt wird, unser Anteil sei zu klein, andererseits wird gesagt, dass wir keine Vorbildfunktion hätten, weil wir in der Vergangenheit nicht genug getan hätten. Was denn nun?
Man kann aber doch regenerative Energien ausbauen so gut es geht und die Kohle runterfahren. Das bedeutet ja nicht, dass man sie abschalten muss, aber man kann doch schon mal einiges bewegen. Nebenbei hätte man auch sauberere Luft...
Warum wird in dieser Diskussion so oft ein "ganz oder gar nicht" verwendet?
Zumal Investitionen in Nachhaltigkeit ja nicht sinnlose Ausgaben sind. Warum subventionieren wir die Kohle und fördern nicht stattdessen einen größtmöglichen Ausbau an PV- und Windkraftanlagen?
https://wupperinst.org/p/wi/p/s/pd/29/
Irgendwo muss man doch mal anfangen. Und natürlich haben wir keinen direkten Einfluss auf Russland, China, USA, Japan, ... aber wenn in vielen anderen Ländern (also nicht nur Deutschland) viel getan wird, könnte auch dort ausreichend gesellschaftlicher Druck entstehen. Ich bin davon jedenfalls überzeugt - gerade in einer derart vernetzten, globalisierten Welt.
Wer will denn da am Ende gern als Planetenzerstörer dastehen? In der aktuellen Situation kann ja jeder komfortabel auf andere verweisen.