Ok, ich versuch's mal

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Die meisten Noppenkonterbälle, die vom Trainingspartner als unterschnittig empfunden werden haben entweder einfach weniger Ueberschnitt als der heute übliche Standardkonterball oder sind mehr oder weniger tot. Da heutzutage kaum noch jemand mit NI-Belägen schnittlos oder fast schnittlos kontert werden tote Bälle von vielen Trainingspartnern und Gegnern fälschlicherweise als Unterschnittbälle empfunden. Wenn man aber den Stempelaufdruck beobachtet, sieht man, dass das meistens klar nicht der Fall ist.
Wirklich eklige Unterschnitt-Konterbälle kann man ja vor allem mit wenig griffigen bis glatten Noppen spielen. Die sind dann aber schwierig, vor allem wenn sie mit etwas Druck gespielt werden sollen. Ob man da wirklich von einem Konterspiel reden kann wage ich zu bezweifeln, die Schläge gehen gezwungenermassen ja teils nahtlos in Druckschupfbälle über.
Den Palio (griffig mit Schwamm) würde ich als polyvalent bezeichnen. Eine Noppe für RH-"Opportunisten" die den jeweils wirksamsten Ball spielen wollen und nicht völlig auf Block/Konter oder Unterschnittabwehr festgelegt sind. Zum Störspiel à la Palio BE, Neubauer, etc. eignet sich das Teil ganz sicher nicht.
Würde das etwa so sehen:
(Gegner und eigene Position - Antwort)
- Leichter bis mässiger Ueberschnittball, nahe Tischposition - Konter/Schuss
- rascher TS, nahe Tischposition - Block (wahlweise drübergehen oder stossen)
- rascher TS, tischferne Position - wahlweise Unterschnittabwehr oder Treibblock
- Schupfball - wahlweise Schupfball (einfach), Lift oder Konter (schwieriger)
- toter Ball, tischnahe Position - Druckschupf (einfach), Schupf (schwieriger), Konter oder Lift = sowas wie Noppentopspin (noch schwieriger, tote Bälle bleiben für LN immer etwas problematisch)
- toter oder leicht überschnittener Ball, tischferne Position - Unterschnitthacke so gut wie möglich (geht damit nicht schlecht), Lift
Der Noppentopspin auf Unterschnitt oder tote Bälle gehört noch nicht zu meinem Repertoire (hat für mich die geringste Priorität).