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Alt 27.08.2019, 23:27
Seimen Seimen ist offline
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Seimen ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: DONIC Extension AC, GC und OC

Im Rahmen einer Testaktion von ML SPORTING und DONIC konnte ich u.a. das Extension GC testen. Danke!

Testbericht: DONIC Extension GC mit Evolution MX-P

Griff: liegt geschmeidig in der Hand, keine Abschleifungen nötig, da Kanten oder Unebenheiten nicht zu spüren; fügt sich gut ins Schlägerblatt ein

Balance: kopflastig, aber fühlt sich, gerade wenn man das Gewicht der Evolutions bedenkt (beide max. und schwer selektiert), noch angenehm ausbalanciert an

Ballabsprung: seinerseits flach bis mittelhoch, wahrscheinlich mit Donic Ovtcharov Senso V1 vergleichbar

Spieleigenschaften: Erinnert nach den ersten Bällen - das ist vermutlich mitunter auf das Walnussholz zurückzuführen, was bei beiden zur Verwendung kommt - und besonders beim Topspin, an das Yaska Ma Lin Carbon bzw. Soft Carbon Serie.

Relativ durchschlagskräftig in den Endbällen, guter, allerdings nicht allzu hoher Bogen bei eher direktem Anschlag, jedoch trotzdem lebendig, was wohl an der Verklebungstechnologie - in Abstimmung mit den Innenfurnieren - liegt, die auf "softness" ausgelegt wurde; der so beschriebene Anschlag macht sich auch an der Spinentwicklung und im Rückschlag bemerkbar.

Hohes Grundtempo bestimmt alle Schläge, die Bälle gehen nach vorne, sowohl über und am Tisch, als auch aus der Halbdistanz. Stets genügend Druck vorhanden. Spineröffnung geht leicht von der Hand. Schüsse und Druckblocks können präzise gesetzt werden.

Bei allen Schlägen kaum bis wenig Vibration zu spüren. Der eher flache bis mittelhohe Absprung hilft beim Rückschlag die Bälle kurz über das Netz zu retournieren oder entsprechend Flips/Topsins zu spielen.

Es empfiehlt sich im Passivspiel wohl eher aktive Bewegungen auszuführen (möglicherweise verhält sich dies mit weicheren Belägen anders).

Die Grundhärte, die das Holz -trotz des lebendigen Spielgefühls - aufweist, gibt, besonders bei schnellen Bällen, die "durchschlagen" und auf die Außenfurniere treffen noch genügend Feedback, womit das Maß an Kontrolle steigt.

Insgesamt lässt sich das Holz allerdings eher im mittleren bis oberen Offensivbereich der klassischen Carbonhölzer mit sieben Schichten ansiedeln und ist daher immer noch relativ steif (mit entsprechend doch kurzer Ballkontaktzeit), bietet hingegen, wenn man sich vergleichend in dieser Kategorie bewegt, dafür noch genügend Ausgleich im Spielgefühl. Etwa ein Ovtcharov True Carbon besitzt noch etwas mehr Tempo, spielt sich dagegen sicher direkter und sprunghafter. Ein Waldner Senso Carbon wiederum deutlich langsamer, anderseits erheblich einfacher.

Was die Produktionsqualität betrifft, so muss man leider, insbesondere angesichts des Preises, bemerken, dass einige der grünen Carbonfasern aus dem Schlägerblatt seitlich heraustreten; es handelte sich gleichwohl um ein Testexemplar, das bereits auch benutzt wurde.

Möglicherweise harmoniert das Holz -falls man eine noch ausgeglichenere Kombination sucht - besser mit den neuen Blue Grip Belägen.
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