Zitat:
Zitat von Danielson
In Deutschland bieten Journalisten Politikern nicht zwangsläufig eine Bühne zur Selbstinszenierung, sondern sie konfrontieren sie manchmal mit dem, was hinter der Inszenierung steckt.
https://www.zdf.de/politik/berlin-di...aenge-100.html
Dass Höcke das Interview abgebrochen und dem Journalisten zwischenzeitlich mit Konsequenzen gedroht hat, dokumentiert weiter, wie wenig "bürgerlich" die AfD ist.
Der freie Journalismus wird letztlich von denen angegriffen, die ihn abschaffen wollen.
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Zwar empfinde ich eine gewisse Schadenfreude für "Bernd", aber der wurde auch 1a in die Falle gelockt. Diese Nummer professionell über sich ergehen zu lassen, kann man nicht erwarten.
Und dass er dann einem einzigen Journalisten / Medium androht, er würde mit ihm nie wieder ein Interview machen, taugt nicht als Skandal. Das haben schon soo viele vor ihm gemacht. Es ist sein gutes Recht, sich seinen Interviewpartner herauszusuchen. Genauso wie es sein gutes Recht ist, bestimmte Medien zukünftig abzulehnen. Soll viele Menschen geben, die das tun. Aus verschiedensten Gründen. Ich glaube, auch der eine oder andere Sportler mag z.B. mit der Sport-Bild nichts mehr zu tun haben.
Für den Journalisten ein echter Coup, keine Frage. Geht auch gerade richtig viral. Aber es bleibt eine Falle. Und von der Person Höcke losgelöst, ist die Reaktion von ihm nachvollziehbar. Wer lässt sich schon gerne in eine Falle locken? Das einzige Druckmittel, das man als öffentlicher Mensch hat, ist halt nunmal, verschiedene Medien zu bojkottieren.
Also: Wer gegen die AfD ist, darf mit mir zusammen die Show gerne genießen, sollte aber eingestehen, dass es unfair war.