Zitat:
Zitat von Nullinger
Woher weißt Du, dass es unfair war.
Der ZDF-Mann sagt, er habe im Vorfeld Fragen zu seiner Sprache und seinem Politikverständnis angekündigt:
"Herr Lachmann, das Interview hatten wir besprochen. Ich hatte gesagt, es geht nicht um Thüringen. Es geht um die bundespolitische Bedeutung von Herrn Höcke. Es geht um seine Sprache und sein Politikverständnis. Und da sind wir gerade dabei."
Der AfD-Mann behauptet das Gegenteil. Wie es wirklich war, können wir nur spekulieren. Ich tendiere eher dazu, dem Journalisten zu glauben, aber ob's wirklich so war, weiß ich natürlich auch nicht.
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Ja, es ging mit Sicherheit um die bundespolitische Bedeutung von Herrn Höcke. Ob er damit gerechnet hat, dass man vorab seine Parteigenossen mit dieser Zitate-Fangfrage in die Bredoullie bringt (wie umfangreich war das denn, bis man die verwendbaren Antworten ermittelt hat), glaube ich eher nicht. Da wurde was konstruiert. Geh auf einen AfD-Parteitag oder in die Fußgängerzone und frage lange genug die Leute aus. Du gehst mit Sicherheit mit ein paar verwendbaren Zitaten nach Hause, auch wenn diese statistisch die Minderheit darstellen würden. Weiß aber niemand, da die unbrauchbaren Antworten eh aussortiert wurden.
Nein, diese Hitler-Höcke-Nummer war eine gemeine Falle. Zwar genieße ich es, dass man ihm diese Falle gestellt hat, da er meiner Meinung nach wirklich der braunste Problembär im AfD-Gehege ist. Aber es war eine Falle, die ihn direkt in diesem Interview in eine extrem passive Situation gemacht hat. Der Journalist wollte ihn nicht interviewen, sondern vorführen. Ihn als Nazi entlarven. Da ging es nur nebenbei um seine bundespolitische Bedeutung innerhalb der blau-roten Phallus-Partei.