Zitat:
Zitat von Nullinger
Dann bringen wir es doch mal auf den Punkt:
Du glaubst, dass die deutsche Wirtschaft untergeht, wenn wir die Erderwärmung bekämpfen.
Du glaubst, dass unsere Lebensbedingungen nicht nennenswert schlechter werden, wenn wir die Erderwärmung nicht bekämpfen.
Ich glaube, dass sich unsere Lebensbedingungen wesentlich verschlechtern, wenn wir die Erderwärmung nicht bekämpfen.
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Das Problem dass sowohl du als auch der Artikel unterschlagen ist, dass die wirtschaftlichen Auswirkung lokal und die Klimaauswirkungen lokal sind. Es ist das klassische Gefangenendilemma der Spieletheorie. Falls alle am selben Strick ziehen, erreichen wir das beste Szenario. Es gibt aber leider auch die Möglichkeit dass einer nicht nach unseren Regeln spielt und sich dadurch einen Vorteil verschafft.
Zitat:
Zitat von Nullinger
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Erinnert ein wenig an "Die Grenzen des Wachstums" vom Club of Rome. Erschienen 1972. Ausgezeichnet mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Einen Einfluss auf das Wirtschaftsmodell konnte ich bisher nicht erkennen.
Zitat:
Zitat von Nullinger
"Im Grunde genommen haben wir eine in uns Menschen eingebaute Orientierung auf Kurzfristigkeit. Es ist einfacher, das Naheliegende zu priorisieren als das, was in der Zukunft kommt. Und dann haben wir die Logik demokratischer Wahlzyklen. Ständig ist Wahlmodus, und dann ist im Zweifel das, was für meine Wähler, also meine Stimmensammlung relevant ist, prioritär vor dem, was sich erst mittel- oder langfristig auszahlen wird."
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Das stimmt. Das Problem ist tatsächlich die Demokratie. Wenn du den Menschen etwas zumutest von dem sie später mal profitieren, dann wirst du dafür vermutlich abgewählt. Es wurden ja schon mehrfach junge Umweltaktivisten mit diesem Problem konfrontiert. Die Antwort bestand meist in Floskeln.
Zitat:
Zitat von Nullinger
"Ich wehre mich dagegen, dass die Klimapolitik hier zum alleinigen Sündenbock wird. Wir haben mit den Kolleginnen und Kollegen in den Think Tanks in Frankreich gesprochen. Auch die Gelbwesten sind nicht gegen Klimaschutz und nicht gegen Umwelt. Sie sind aber dagegen, dass die Energiesteuern hochgezogen werden, während die Reichen parallel dazu eine Steuerentlastung bekommen. Deshalb ist es ganz wichtig, die soziale Frage bei Umweltthemen mitzudenken."
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Das ist schon eine gewagte These. Bei den Protesten war schon sehr deutlich zu sehen, dass die Gelbwesten wegen der Preissteigerung und weniger wegen dem sozialen Gefälle auf der Straße waren.