Wenn sich ein selbsternannter Experte mit einer
vogelwilden Prognose erst einmal festgelegt hat...
Dann wird das Fell des Bären eben zerteilt, bevor der Bär erlegt ist.

Das ist das turbo'sche Urproblem. Zuerst wird der Hund - bspw. Neu-Ulm - in (nicht immer weiser) Voraussicht
begraben. >> Und damit ist er - komme was wolle! - tot. Objektive Beobachtung (Eben hat er aber gebellt!) gibt's dazu nicht mehr. Das muss dann zur Not so uminterpretiert werden, dass jemand das Kunststück vollbracht hat, sich vom toten Hund doch noch beißen zu lassen: Wenn Neu-Ulm gewinnt oder ein Spiel unerwartet knapp verliert, dann nicht, weil die Ulmer Mannschaft was geleistet hätte. Dann waren eben nur die Gegner (ur)schwach.
Wenn Saarbrücken Meister wird, dann hat es Düsseldorf ver
bockt. Wenn Herr Falck beide Einzel verliert, dann hat er "vogelwild" gespielt. Usw.
Ständig wird irgendwem angedichtet, er habe versagt. Wenn der Erfolg anderer nicht zur eigenen (vermeintlichen) Expertise passt, muss man irgendwas/-wen madigmachen. Welche Einstellung zum Sport steckt eigentlich dahinter? (Gibt es da überhaupt noch eine?)