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Zitat von alba
Die Alarme der Vergangenheit (Waldsterben, Ozonloch, Warnung vor Kernschmelze) lagen 1. alle lange vor Gretas Geburt und wurden 2. zu unser aller Glück ausgelöst.
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Mal abgesehen, dass der Alarm der Klimaveränderung auch sehr weit von Gretas Geburt liegt, ist keines der angesprochenen Probleme gelöst.
- Das Waldsterben hat gerade in diesem Jahr sehr stark zugeschlagen. Das liegt zum Teil am Klimawandel, aber auch zu einem beträchtlichen Teil an der Art und Weise wie Forstwirtschaft betrieben wird. Auch der "Saure Regen" aus den 80ern und 90ern ist heute noch vorhanden.
- Das Problem mit der Ozonloch ist keineswegs gelöst und FCKW sind auch nicht vollständig verschwunden:
https://www.br.de/themen/wissen/ozon...hicht-100.html
- Das Problem mit der "Kernschmelze" würde ich jetzt mal als Problem mit der Atomkraft interpretieren. Weder da mit den "Hinterlassenschaften", noch ist die Zahl rückläufig. Alleine China hat 43 davon in Planung.
Das ganze gesellt sich noch zu einer langen Liste von anderen sehr bedrohlichen Problemen die es im Moment auf der Welt gibt (rasant ansteigende Überbevölkerung, Artensterben über den Klimawandel hinaus, medizinische Versorgungsprobleme in der 3. Welt aber auch bei uns, Kein Zugang zu sauberem Trinkwasser für 3 Milliarden Menschen, steigende Gefahr eines internationalen nuklearen Konfliktes, keine Notfallkonzept für apokalyptische Katastrophen - z.B. Ausbruch eines Supervulkans, Einschlag eines größeren Himmelskörpers uvw.)
Also unterm Strich:
- Ja die Klimaveränderung ist ein großes Problem und man muss es angehen.
- Nein es ist weder das einzige noch das größte Problem, wenn man nach Verlusten an Lebenszeit rechnet.
- Man sollte also die Feuerwehr durchaus rufen, aber man sollte sie nicht ausschließlich auf das eine Problem konzentrieren. Ansonsten brennt uns die Bude wirklich ab.