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Alt 10.10.2019, 11:35
Red Devil Red Devil ist offline
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Red Devil ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Wer hat eigentlich das „Tscholley“ erfunden und wann kommt mal wieder etwas ander

Als Defensivspieler haben wir uns nach einem spektakulären Ball oder gewonnenen langen Rallies etwas Neues zur Selbstmotivation einfallen lassen, was die Leute aber auch zum schmunzeln bringt und nicht aggressiv herüberkommt. In Anerkennung der sportlichen Leistungen und spektakulären Ballwechsel des Chinesischen Altmeisters Hou Yingchao, feiern wir uns danach schon mal mit einem langezogenen "Hou" :-)

Ansonsten stellen wir fest, dass insbesondere junge Kaderspieler oder Spieler, die in einem Leistungstrainer individuell oder kollektiv betreut werden, diese "Unart" der übertriebenen Drohgebärden mit Fäusten und lautem Tscha und Hussa einsetzen. Dies wird wohl antrainiert - ebenso wie die Angewohnheit, jede Handtuchpause zu nutzen wenn es schlecht läuft. Das können auch Erwachsene Nichtbrillenträger. Ich habe mal süffisant zu den Kids gesagt, in deinem Alter hatte ich noch mehr Kondition. Bei Erwachsenen, die es mit den Anfeuerungsrufen übertreiben und nur noch cholerisch herumbrüllen und toben, habe ich auch schon mal Spiele abgeschenkt mit den Kommentaren "Gratuliere. Nun kannst du heim zu deiner Frau gehen und ihr sagen, wie toll du gespielt und gewonnen hast. Ich habe keine Lust, mit Leuten wie dir meine Samstagabende zu verschwenden". Das gab große Augen und seine Teamkollegen waren nicht glücklich. Mir war es egal, da wir das Match sowieso gewonnen haben und meine Mannschaftskollegen hatten vollstes Verständnis für mein Verhalten gegenüber diesem Choleriker. Und die verlorenen TTRs waren in diesem Moment auch sekundär. In der Rückrunde gab es die Konstellation erneut und diesmal benahm sich der Spieler und verlor deutlich. Ich weiß nicht, ob ihm die Kollegen nach seinem vorherigen Auftritt eine Ansprache gegeben hatten. Wird es zu extrem, würde ich immer wieder so reagieren und ihn in der Öffentlichkeit gut hörbar bloßstellen. Das sportliche Ergebnis und die Niederlage durch das geschenkte Match sind mir dann gleichgültig.
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