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Alt 14.10.2019, 12:30
Nieschreiber Nieschreiber ist offline
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Zitat:
Zitat von Noppenzar
Wenn es um Schwimmunterricht, Schweinefleisch, Kopftuch oder Vielehe geht, dann ist hier in Deutschland EINE Religion mehr als überbehütet.
Zitat:
Zitat von Javaguru Beitrag anzeigen
Hier bin ich ausnahmsweise mal Deiner Meinung.
Welcher Meinung genau bist Du denn?

Kein Schweinefleich zu essen, halte ich für völlig in Ordnung. Es gibt gar nicht so wenig Menschen, die gar kein Fleisch mehr essen.

Kopftuch zu tragen. geht eben so in Ordnung wie das Tragen einer Basecap, was eben so recht häufig vorkommt. Als Ausdruck der Religiösität geht schließlich auch die Nonnentracht bei Christinnen und das Tragen einer Kippa ohne Gemaule und Geraune.

Zum Schwimmunterricht und den Vielehen, würde mich wirklich interessieren, welche belastbbaren Zahlen Dir für Deine Meinungsbildung vorliegen?

Du magst gern zum Ausdruck bringen, dass Du die BILD blöd findest, aber was Deine Meinung zu Muslimen betrifft, scheint mir Deine Meinungsbildung auf Informationen zu beruhen, die durchaus aus der BILD stammen könnten.

Nein, Muslime sind nicht alle gleich. Ja, es gibt sicher auch Muslime, die als fanatisch bezeichnet werden können. Nicht wenige Zeugen Jehovas sind fanatisch. Nicht wenige Freikirchler sind's eben so. Auch unter Katholiken gibt es Fanatiker. Um Kinder von offiziellen Schulveranstaltungen fern zu halten, bedarf es aber nicht unbedingt Eltern, die aus einem religiösen Eifer heraus Entscheidungen treffen. Es gibt wirklich Eltern, die ihre 13 bis 14 jährigen Sprößlinge nicht an der Skifreizeit teilnehmen lassen, wenn die Schule ihnen nicht garantiert, dass ihr Nachwuchs in der luxuriösten der drei nötigen Unterkünfte für den gesamten Jahrgang untergebracht werden. Das ist kein Witz, sondern Realität.

Mich würde es nicht wundern, wenn zu jedem muslimischen Mädchen, das der Eltern wegen, nicht am Schwimmunterricht teilnehmen darf, nicht mindestens zwei Kinder gibt, die nicht muslimisch sind, deren Eltern den Kindern die Teilnahme an Schulveranstaltungen eben so untersagen. Nur taugen solche Meldungen halt nicht dazu, um ganz allgemein gegen Muslime Stimmung zu machen.

Dei Anzahl der Eltern, die mit ihren Kindern überfordert sind, ist herkunfts- und religionsunabhängig erschreckend hoch. Ja, das ist bzw wird sehr häufig ein Problem für Schulen und Lehrer.

Vielehen, nun ja. Wie häufig ist das in Deutschland bei Muslimen schon nachgewiesen worden? Ja, es ist hier verboten. Gut so, keine Frage! Willst Du einen positiven Asylbescheid davon abhängig machen, ob jemand aus einem Kulturkreis kommt, in dem Vielehen zulässig sind? Oder doch eher danach, ob für den Asylbewerber Gefahr für Leib und Leben besteht?

Ein echtes Problem, das einen religösen Hintergrund hat und wirklich jeder muslimischen Familie (Sofern sie es praktizieren wollen) ein äußerst fragwürdiges, wenn nicht sogar grausames Ritual gewährt, ist die Beschneidung von männlichen Nachkommen. Ja, das ist wirklich ein Problem, da es nichts anderes als Körperverletzung ist und an der Säkularisierung Zweifel aufkommen lassen könnte. Nur sind die Muslime nicht die Einzigen, die das praktizieren und deshalb traut sich keiner so recht, das zu verbieten.

...und nun bin ich gespannt, ob Du dazu bereit bist, Deine Meinung zur berechtigten Kritik an Muslimen im Allgemeinen - nur darum kann es gehen, denn fragwürdige Menschen gibt es ganz sicher in jeder Gruppe von Menschen, die isoliert betrachtet werden können (Stell' Dir vor, jemand käme auf die Idee bei allen TT-Spielern anzunehmen, dass sie Noppenzars oder Maxs Weltbild hätten.) - zu erläutern.

Falls Du Dich fragen magst, warum mir das wichtig ist? Es geht mir nicht darum Dich bloßzustellen. Warum auch? Ich kenne Dich ja gar nicht. Mir schien Dein "Zugeständnis" unüberlegt zu sein - mag mich aber auch täuschen. Ich selbst, habe im Laufe meines Lebens mit vielen Muslimen Gemeinsamkeiten gehabt. In der Kindheit war mein bester Freund ein Türke. Im Berufsleben hatte ich einige muslimische Arbeitskollegen. Selbst beim TT hatte und habe ich es mit Muslimen zu tun. Ach ja, eine türkische Freundin, hatte ich in jungen Jahren auch. Ich meine es den Menschen schuldig zu sein, meine Stimme zu erheben, wann immer verallgemeinernd und abwertend über Muslime gesprochen wird.