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Alt 21.10.2019, 09:31
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Angus Angus ist offline
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AW: bayerischer Nachwuchs - Training, Ergebnisse, Erfolge

Folgende Ergebnisse wurden beim Top48 durch unseren bayerischen Nachwuchs erzielt:

Mädchen:
5. Sophia Zahradnik
13. Luna Brüller
17. Anna Ledwoch, Lea-Marie Schultz
23. Koharu Itagaki

Jungen
5. Lorenz Schäfer
9. Luis Kraus
13. Akito Itagaki
23. Jakob Schäfer
37. Raphael Aicher

Qualifikation:
Die Plätze 1 - 17 sind direkt zum Top24 qualifiziert (4 Mädchen, 3 Jungen).
Koharu und Jakob dürfen sich als jeweils 23. aber große Hoffnungen machen ebenfalls vom DTTB berücksichtigt zu werden. Es war grundsätzlich nur 1 Mädchen (Anette Kaufmann) und kein Junge vom Turnier freigestellt (lt. Ausschreibung), so dass der DTTB 4 Jungen und 3 Mädchen zusätzlich nominieren kann. Bei den Mädchen hat auf alle Fälle ein ganz großes Talent (Josephin Neumann) gefehlt obwohl sie gemeldet war. D.h. ich könnte mir vorstellen, dass sie vom DTTB mit einem Platz bedacht wird. Koharu sollte sich trotzdem große Hoffnungen machen können, allein schon weil sie mit ihren 9 Jahren zu den jüngsten Teilnehmern überhaupt gezählt hat. Es ist meines Wissens theoretisch möglich, dass der DTTB den 23. Platz vor dem 21. und 22. bei der Nominierung berücksichtigt.

meine Turniereinschätzung:
Ich war am Sonntag in Erfelden und konnte die Platzierungsspiele verfolgen. Völlig aus den Socken hat mich dabei kaum ein Spiel/ Teilnehmer gehauen (sprich wo ich als Laie sagen würde: Das könnte ein internationales Talent sein) aber das Niveau war im Ganzen natürlich sehr hoch anzusiedeln und ich kann mich auch täuschen, denn ich kenne oft das genaue Alter der SpielerInnen nicht. Die SpielerInnen waren insgesamt sehr eng beieinander und der 40. hätte z.B. auch gut 30., der 23. 13. bzw. einer der 9. Platzierten Halbfinalist sein können. Einen größeren Abfall der Leistungen bzw. Sprung zwischen den Teilnehmern konnte ich nicht feststellen. Selbstverständlich darf man nicht die vordere Gruppe (Platz 1-16) mit der hinteren (Plätze 33-48 vergleichen aber zwischen benachbarten Endrundengruppen war der Abstand durchaus überschaubar, vor allem natürlich für die Spieler direkt an der willkürlichen Grenze. Selbst die Spiele um die Plätze 33-48 konnte man sich als normalbegabter Spieler/ Trainer noch sehr gut anschauen und viele schöne, lehrreiche Ballwechsel beobachten.

Der Kampf um die Plätze 21-28 wurde neben den Finalspielen besonders intensiv geführt. Hier gab es besonders viele Emotionen und auch schon hervorragende Ballwechsel zu beobachten. Die Spieleer kämpften wirklich sehr verbissen um ihre Chance zur Qualifikation. Unsere bayerischen Talente haben sich dort dann auch ganz gut verkauft, hin und wieder aber noch ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Im besonderen sehe ich bei unseren, im Mittelfeld (ab Platz 17) platzierten Kids die fehlende Ballsicherheit (die Gegner machen weniger kleine Fehler und spielen den Ball oft einfach 1x mehr auf den Tisch), das besser Aufschlag-Rückschlagspiel (Rückschlag bzw. Nachspielen nach eigenem Aufschlägen oft zu passiv) oder die fehlende Durchschlagskraft bzw. die Qualität (Platzierungen, Rotationswechsel, etc.) in den Schlägen als die größten Defizite. Da hat jeder Spieler an einer anderen Front offene Baustellen und die Trainer hoffentlich die richtigen Schlüsse gezogen. Die Top10 Spieler sind da einfach schon ein ganz klein wenig kompletter, viel fehlt aber oft nicht.
Grundsätzlich hatten die Bayern aber auch etwas Glück, dass Spieler in die jeweils höhere Zwischenrunde gerutscht sind bzw. als 4. Platzierte ein gewonnenes Spiel mitnehmen konnten.

Den zur Spitze gehörenden bayerischen Spielern fehlte hier und da ein wenig Glück aber auch das letzte Quäntchen Durchsetzungskraft. Lorenz Schäfer führte seine Zwischenrundengruppe an und stand dicht vorm Halbfinale, verlor dann leider knapp im 5. Satz und Luna Brüller zwang die spätere Finalistin Mia Griesel in den Entscheidungssatz, verlor aber denkbar knapp mit 9:11. Da fehlte jeweils nur ein Hauch.

Die Halbfinalspiele der Mädchen (bei den Jungen hab ich nicht so genau hingesehen) waren sehr erkenntnisreich. Mia Griesel hat aufgezeigt, wie man bereits in ganz jungem Alter ein großes Spiel gegen Abwehr macht und Jele Stortz ist ein Wunder an Effektivität. Auch im späteren Finale gegen die Erstgenannte, hatte ich das Gefühl sie macht fast keine kleinen Fehler und wenn sie zum einen Angriff übergeht, ist der auch zu 80% erfolgreich.

Das Jungenfinale war ein hin und her. Erst hatte der spätere Sieger Tobisa Sältzer alle Vorteile auf seiner Seite, dann kämpfte sich Lleyton Ullmann stark zurück, nachdem er Ende des 2. Satzes böse umgeknickt war. Zum Schluss gewann dann Sältzer wieder die Oberhand. Ein absolut sehenswertes Match, das alles hatte was man sich als interessierter Zuschauer wünschen konnte und durch seinen knappen Ausgang meinen Gesamteindruck bestätigte, dass alle Spieler in ihren Leistungen knapp beieinander waren.

Der Besuch hat sich auf alle Fälle gelohnt!

offene Fragen: (die vielleicht eurer Antwort wert wären)

Wie seht ihr das Abschneiden der Bayern?

War noch jemand aus dem Forum vor Ort, außer den direkt betroffenen Eltern?

Wie seht ihr die Entwicklung des bayerischen Nachwuchs insgesamt auf Deutschland bzw. im Vergleich mit anderen Bundesländern bezogen?

Viele Grüße aNGUS
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"Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen!"
- Albert Einstein -
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