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AW: FC Bayern München - Bayern-Fans unter sich
Fozzi, deine Theorie könnte durchaus stimmen. Kramaric hatte das Problem des Zuviel wollen ganz speziell auch bei Nagelsmann in Hoffenheim angesprochen. Wortwörtlich sagte er irgendetwas mit "wir wissen nicht mehr was wir machen sollen".
Das wäre zumindest eine Erklärung für die Lücke bei Ballverlust und das statische Verharren auf Höhe der Mittellinie bei eigenem Aufbau.
Oder wie es mal ein TT-Nationaltrainer formulierte:
"Im Spitzensport brauchst du eine Art "positive Dummheit".".
Er meinte damit Automatismen, da die Zeit zum "Denken" einfach fehlt.
Und deshalb ist ja auch das Spiel gegen den Ball soviel einfacher für einen Trainer zu üben als das Spiel mit dem Ball.
Das Spiel ohne Ball kannst du, siehe Schmelzer oder Milner, auch eher limitierten Fussballern beibringen, sofern sie schnell genug sind und die entsprechende Kondition haben. Das Spiel mit dem Ball ist viel schwerer und da zeigt sich dann das, was man heutzutage "individuelle Klasse" nennt.
Auf die Eintracht bezogen hieß das in etwa, dass man das, was ein Rebic gespielt hatte gut trainieren konnte, was ein Jovic abgeliefert hatte konnte man nur bedingt trainieren. Das kann halt nicht jeder und deshalb werden diese Jungs dann nochmal soviel besser bezahlt.
Daher sehe ich auch diese Theorie vom "Ingamecoaching" eher kritisch.
Das ist mMn. wie beim TT. Brüllt dir dauernd jemand was rein, dann weisst du hinterher gar nicht mehr wie du spielen sollst. Bei 11 Mann stelle ich mir das noch viel komplizierter vor.
In der Halbzeit oder im TT in der Satzpause oder Auszeit, da kann man was verändern, aber im Spiel?
Man sollte auch nicht vergessen, dass da Menschen agieren und keine Roboter, die man einfach umprogrammieren kann.
MEn. ist das auch der Punkt, der einen Klopp oder Guardiola von den "Laptoptrainern" unterscheidet.
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