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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen
Ja das Problem ist eben wie im von mir geschilderten Fall dass es ein gutes Konzept gab, Geführtes Training mit A und B Lizenztrainern, Jugendfahrten und viele Angebote mehr .
Und trotzdem blieb am Ende für den Verein kaum was über.
Der Vorstand des Vereins hat dann das aufwendige Jugendtraining/Jugendarbeit mit qualifizierten Trainern nach 15 Jahren eingestellt, weil der Aufwand im Verhältnis zum Ertrag zu gering war...Man hat dann mit 2 "ehrenamtlichen" Betreuern über Schul AG usw mit einer Anfängergruppe B Schüler usw wieder angefangen. Was daraus am Ende wird wird man sehen....
Wie gesagt es spielen viele Faktoren rein und selbst mit gutem Komzept, Engagierten Vereinsvorständen und guten/bezalten Trainern kann der Erfolg ausbleiben.
Und im Gegenbeispiel gibt es Vereine die wirklich nur die Halle aufschließen und ein paar Ehrenamtliche da "aufsicht" machen lassen denen wird die Halle eingerannt.
Im genannten Fall war es dann am Ende so, dass ein Großteil der verbliebenen Jugendliche zum Nachbarverein gegangen sind mit der Begründung:
Dort brauchen wir kein Systemtraining machen sondern die Trainer lassen uns spielen wie wir wollen. (und das eine Woche nach einer Absprache mit denen, dass man nur noch 1 mal die Woche Systemtraining machen wollte und 2 mal frei spielen)
Das war vor ca 4 Jahren und die meisten dieser Jungs spielen da noch immer (Mittlerweile Herren) ... sicher nicht so gut wie es möglich gewesen wäre , aber sie spielen noch...
Was will man da also sagen, was das bessere Konzept ist???
Wie will man da sagen was Risikofaktoren sind und wie man dagegen arbeiten kann??
Fazit für mich:
1. Es gibt soviele Änderungen in der Gesellschaft (Einstellung, Motivation, Freizeitmöglichkeiten, Schul und Arbeitszeiten) , dass Maßnahmen der TT Vereine oder Verbände dagegen nicht ankommen bzw so massiv sein müßten, dass man sie personell und finanziell flächendeckend nicht stemmen kann.
2. Es gibt keine Generalrezepte . Jeder Fall ist anders. Was bei einem super klappt-geht beim anderen völlig schief, was man aber vorher nicht weiß. Klar kann(sollte?) man dann einfach das eine versuchen ...
3. man muss sich aber eben im klaren sein, dass es evtl/wahrscheinlich am Ende nicht klappt und sich darauf entsprechend einstellen, sonst ist der Frust der engagierten motivierten Trainer Ehrenamtlichen usw zu groß. Das schlechteste erwarten und das beste erhoffen?!
4. Bei vielen denen man das vorher realistisch so schildert ist dann die Motivation aber direkt weg. Genauso wie bei Leuten die stark euphorisch da rein gehen und es dann ebenso stark frustriert, dass sie danach nie wieder sowas machen.
Ist dann die Frage was da besser ist...
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Zitat Kriegela: Zu Tode geänderte Sportart - Rest in Peace - Tischtennis
Me too ... TT Classic rules
TT mit P-Ball ist wie S... mit einer Gummipuppe.
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