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Alt 30.10.2019, 17:35
jimih1981 jimih1981 ist offline
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jimih1981 kommt allgemein ganz gut an (Renommeepunkte mindestens +60)
AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen

Ja es gibt viele Faktoren wie z. B. Kinder die ihren Vätern nacheifern und auch Tischtennis spielen und den Verein mitvoranbringen. Eine Identifikation mit dem Verein, die Vereinsstruktur ist hier doch sehr entscheidend. Trainiert jeder mit jedem? Sind für die guten Jugendlichen auch adäquate Spielklassen vorhanden?

Es muss einem bewusst sein, dass am Anfang bis man den Rückstand zu anderen Vereinen aufgeholt hat einem immer nur die schlechtern Jugendlichen bleiben die guten werden immer den Verein verlassen von Ausnahmen die eine hohe Identifikation mit ihrem Verein und ihrer Dorf oder ihrer Stadt haben mal abgesehn. Der Lohn kommt manchmal evtl. auch etwas später und das gönne ich aktuell gerade meinem ehemaligen Jugendtrainer in Heroldsbach, dass am Ende wenn auch spät sich die Mühe dann doch gelohnt hat. Man muss da wirklich Realist sein wenn man Jugendarbeit macht, sonst wird der Frust ziemlich schnell sehr groß sein. Es ist nunmal so dass viele zu anderen Sportwechseln, ganz mit Sport aufhören, irgendwo anders hinziehn, zu anderen Vereinen wechseln etc. Manche Dinge kann man nur schwer vermeiden vorallem wenn es Gründe sind die nicht daran liegen dass man im Verein schlechte Arbeit macht. Trotzdem verbessern kann man immer was und man sollte immer drüber Nachdenken welche Fehler man evtl. gemacht hat. Wer sich nie hinterfragt der wird am Ende immer verlieren.

Allgemein habe ich festgestellt dass es sehr schwer ist Dinge in den meisten Vereinen die sich über Jahre etabliert haben mal so eben so verändern. Denn das Argument ist dann: "Wir haben das schon immer so gemacht" oder so. Ich hatte eigentlich erst einen Verein wo man wirklich rational und sachlich diskutieren konnte was denn sinnvoll ist und was nicht. In vielen Vereinen wird man dann oft mit Totschlagargumenten überhäuft wenn man was verändern will. Das ist eine Problematik die nicht wegzuleugnen ist. Ich denke aber dass dies ein gesellschaftliches Problem ist.

Auch die Frage ob man denn generell Geld für einen Spieler ausgeben sollte um den eigenen Verein voranzubringen. Ich würde da ja sagen aber nur wenn das Gesamtkonzept stimmt und der Spieler auch zum Training da ist und er sich in den Verein integriert. Andere sind grundsätzlich dagegen. Andere geben einfach nur Geld für Legionäre aus. Imho ist es rational wenn man schon genug Geld auf dem Konto hat auch mal einen Spieler zu halten der ansich gut in den Verein und in die Mannschaft passt oder in mit etwas finanziellem Anreiz anzulocken.

Mittlerweile muss ich sagen dass ich gerade in den letzten zwei Jahren zu dem Schluss gekommen bin dass für mich die emotionale Verbindung zu den Leuten im Verein und die Kameradschaft wichtiger ist als das die Leute jetzt zu 100% den gleichen sportlichen Ehrgeiz haben wie ich. Insofern hat sich meine Denkweise hier etwas verändert.

Also man kann nicht sagen wie ein Verein aussehn muss damit er auf Dauer existiert. Die Frage ist immer welche Leute hat man denn und vorallem wieviele hat man denn die eine gewisse Bindung zum Verein haben und dass man nicht zuviele schwierige Leute im Verein hat die immer gut dafür sind, dass es mal wieder kracht.

Geändert von jimih1981 (30.10.2019 um 17:59 Uhr)
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