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Alt 31.10.2019, 11:57
marcush marcush ist offline
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen

Zitat:
Zitat von Power-Seven Beitrag anzeigen
Im Grundsatz soll es so funktionieren, dass bestimmte "Nebengeschäfte" von allen erledigt werden können. Das sind beispielsweise:
- Jugendbetreuung
- Bewirtung bei Heimspielen
- Materialpflege
- Schreiben von Spielberichten für die Zeitung
- Besetzen von Verkaufsständen bei Stadtfesten
und vieles mehr. Wir haben den ganz Unwilligen sogar angeboten, Zeiten durch Sparring im Jugendtraining abzuarbeiten.

Für unterschiedliche Tätigkeiten wurden unterschiedliche anrechenbare Zeiten definiert. Als Beispiel Betreuung Jugendspiel zuhause 2 Stunden, auswärts mit Fahren auf Bezirksebene 3 Stunden.

Festgelegt wurden pro Mitglied 7,5 Stunden jährlich zu 10 Euro/Std.

Eine "Übererfüllung" hätte sich nicht gelohnt. Es hat sich aber gezeigt, dass die paar Leute, die was gemacht haben, auch über die 7,5 Stunden raus sind.

Das Problem: Die anderen haben weiter nichts gemacht, und das ohne Konsequenzen. Theoretisch hätte "Nichtstun" ja 75 Euro gekostet.

Aber wie gesagt waren wir zu blöd. Es wurden Leute definiert, die das Ganze hätten protokollieren sollen. Die wussten aber dann nichts davon ...

Man kann das aber relativ simpel halten und ein Formular entwickeln, auf dem jeder dem Kassierer (Vorsicht, Mehraufwand!) angeben kann, wann er was gemacht hat. Da braucht es auch kein System mit Gegenzeichnen etc., die Tätigkeiten sind ja nachvollziehbar.
Falls es dem Kassierer zu viel ist, kann man auch eine Funktion schaffen, für die dann eben die 7,5 Std. damit abgegolten sind (wir haben auch Mannschaftsführer und andere Funktionäre nicht voll belasten wollen, da die typischerweise eh genug tun).
Ende des Jahres hat man ein paar Zettel. Wer die Stunden voll hat, zahlt nix. Andere zahlen anteilig oder voll. Das ist dann einmal im Januar ein gesonderter Lastschrifteinzug mit dem Verwendungszweck "Arbeitsstunden".

Die neueste Idee ist, unseren "Aktivenbeitrag" (ein individueller Abteilungsbeitrag, weil der normale Vereinsbeitrag nicht reicht, ist aber bei unserem Verein in anderen Abteilungen auch so) gleich um die Pauschale für die Arbeitsstunden zu erhöhen und man kann sich dann wie oben beschrieben per Formular einen Teil zurückholen.

Es gibt bei der Sache nur ein Problem. Auch 75 Euro tun nicht weh genug, dass alle ihren Arsch bewegen. Im Zweifel hast du also mehr Einnahmen, aber geleistet ist immer noch wenig. Tatsächlich heißt "mehr Einnahmen" aber auch weniger Druck, neue Mitglieder zu gewinnen.

Beitragserhöhung durch die Hintertür? Vielleicht.
Aber eigentlich soll es wirklich ein Anreiz sein. Also läuft dieser eine Senior immer wieder durchs Training, wischt die Tische, spart sich theoretisch 75 Euro und nervt alle
Könnte man natürlich auch einmal im Monat anfangs des Jugendtrainings machen, aber die Kinder sollen ja spielen ...
Wie verträgt sich diese Lösung mit eurer Satzung ?
Vereinsrecht ist ja doch sehr eng gefasst ,bei gemeinnützigkeit ja nochmal enger.
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