Einzelnen Beitrag anzeigen
  #82  
Alt 31.10.2019, 20:49
BeB BeB ist offline
registrierter Besucher
Junior-Forenmitglied
 
Registriert seit: 02.09.2001
Ort: Bietigheim
Alter: 45
Beiträge: 92
BeB ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen

Ein sehr interessantes Thema.
Was mir seit einigen Jahren in mehreren Vereinen auffällt wird hier im Ansatz bereits erfasst.
Immer mehr Mitglieder/Spieler wechseln nicht nur deshalb den Verein um das Heil woanders zu suchen sondern auch um evtl. drohender "Arbeit" zu entkommen.
Immer mehr Vereine leben leider mit 95 % Mitglieder die nach dem Motto "man sollte" "man könnte" "es würde helfen, wenn.." fungieren anstatt selbst die Beine in die Hand zu nehmen. Motzen macht mehr Spaß als selbst evtl bemotzt zu werden.
Eine komplette Abteilung zum Ehrenamt zu bekommen wird niemandem gelingen, das ist Wunschdenken, und überall wird es ein paar "Verrückte" geben. Nur bei allen Ideen die hier auch sinnvoll genannt werden, ob als passives oder aktives Mitglied, Mannschaftsspieler, Hobbyspieler, Zuschauer, darf man nicht vergessen, dass jeder Bereich ein gewisses Engagement erfordert und hierfür ist wiederum Frauen-/Manneskraft notwendig.
Eine breite Basis zu schaffen ist aus meiner Sicht das A und O. Was helfen 3 Jugendliche mit einer Hoffnung, dass einer groß rauskommt. Die Chance aus 30 Jugendliche 3 rauszubekommen halte ich bei vernünftigem drum herum für effektiver. Mannschaftsspieler freuen sich über Zuschauer oder ein geselliges "Danach", nur wo sollen die herkommen wenn alle Mitglieder reine Mannschaftsspieler sind und zur gleichen Uhrzeit in irgendwelchen Hallen unterwegs sind...aber wo gibt es z.B. Hobbysportbeauftragte? Wer hält diese zusammen? Warum muss es immer einen 1. Vorstand und 2. Vorstand geben? Warum nicht einfach funktionslos und eine Gruppe regelt? So wird man immer Vereine en masse finden in denen der Standardsatz "ein anderer wirds machen" vorherrscht.
Beruflich verpflichtet sich jeder zu seiner Leistung, warum verpflichtet man sich im Hobby nicht? Einfache Antwort:"weil es andere Dumme gibt"
Nur wenn von Nicht-Ehrenämtlern denkt darüber nach, dass es sein Hobby evtl. nicht mehr gibt wenn es die Ehrenämtlern nicht gibt und was könnte man selbst dagegen tun...
Leider gibt es zu viele Menschen, die sich auf den Schlips getreten fühlen wenn man sie nach Mithilfe frägt, das wiederum finde zumindest ich bedenklich, allerdings eher ein gesellschaftliches Thema.
Nur eines sehe ich ebenfalls seit Jahren - auch mit einem zugegeben weiten Kreis und Einblick in etliche Verein im größeren Umkreis - sind die Haupt-Verrückten weg fällt das Kartenhaus und dann meist nicht nur für "höhere" Spieler. Unlängst geschen, Vorstand verabschiedet sich, Verträge fallen weg, gemietete Tische waren weg, und der Rest hätte ab dem Moment Ball-hochalten spielen können...und warum...weil es davor so gut wie niemand interessiert hat.
__________________
!!! Jedes Ende hat einen Anfang !!!

Geändert von BeB (31.10.2019 um 21:12 Uhr)
Mit Zitat antworten