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Alt 05.11.2019, 15:34
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AW: Vereinssterben - Risikofaktoren und Gegenmaßnahmen

die problematik bei dem thema ist neben der wachsenden konkurrenzituation (familie freunde beruf unterhaltungsmedien etc pp) dass man in einem verein sehr viele einzelinteressen auf ein gesamtinteresse ummünzen muss und das ist sehr schwierig.

es gibt für jeden einen grund wenn er sich im tt verein engangiert aber die sind äußerst unterschiedlich ausgeprägt grob gesagt das einzige was einen zunächst einmal verbindet ist lediglich eine gewisse affinität zum tt nicht mehr nicht weniger...

aber da gibt es eben die unterschiedlichsten ausprägungen für den einen steht der sport an oberster stelle für den anderen an unterster beim nächsten ist es irgendwo ein mittelding.

der eine spielt eher aufgrund der geselligkeit (bier danach in der kneipe wichtiger als tt spielen) der andere hauptsächlich nur wegen dem sport und wieder bei anderen ist es in der mitte.

der eine trainiert viel der andere mittelmäßig der übernächste gar nicht so sieht es auch beim spielen und auch bei sozialen aktivitäten aus und und und könnte bis ins kleinste detail weiter ausführen.

so wird es immer irgendwo drücken eine komplett einheitliche linie ist nicht machbar bestenfalls dann wenn ein verein die spieler bezahlt und das vorschreiben sollte...

bei vielen vereinen wird das jugendtraining auch sehr hochgehängt was grundsätzlich zwar wichtig ist aber die herren dafür wieder vernachlässigt werden und die sind immernoch das tägliche brot. natürlich gibt es aber auch jugendliche die nicht gefördert bzw ignoriert werden und deshalb frustiert irgendwann mal das zeitliche segnen das versteht sich von allein da sollte es auch der mittelweg sein.

jugendleiter die das jugendtraining machen die kohle dafür einstreichen aber mit dem spielbetrieb nichts zu tun haben wollen und auch kaum trainieren (ich gehe jetzt heim...) auch sowas stößt manch einem sauer auf der wiederum sportlich sehr engagiert ist und auch was die traingsstruktur und gewohnheiten angeht ist oftmals vieles suboptimal.

das sind nur mal ein paar beispiele die federführend sind für vereinssterben die struktur ist in der heutigen zeit einfach zu anfällig zumal da wenig kreativität und innovationsbereitschaft vorhanden ist (wir machen alles so wie immer hat...)

letztlich ist es dann auch noch das thema der finanzen nur mit dem ehrenamt
(abgesehen von jugendtrainern oder höherklassigen vereinen) wird man in der heutigen zeit keine große masse mehr mobilisieren können ein kleines entgegenkommen was in der regel dann auch nicht mehr als ein symbolwert darstellen würde wäre auch mit ein faktor für eine adäquate wertschätzung.

dafür werden aber lieber wieder neue umrandungen und tische gekauft (obwohl die halle schon voll steht) oder läppische ausflüge organisiert die auch nicht einem jeden behagen bzw arbeitsstunden aufgedrückt ob man sie haben will oder nicht.

natürlich kann ohne ein gewisses engagement kein verein überleben das liegt auch in der natur der sache aber geben und nehmen steht da dann halt in einem mißverhältniss nur die allerwenigsten wollen in ihrer freizeit einfach nur so was machen (außerhalb des sports) das sollte eigentlich auch nachvollziehbar sein.

ich will mit dem text nur dafür sensiblisieren dass man sich keiner illusion hingeben sollte und sich das vereinssterben definitiv nicht aufhalten lassen wird von daher ist es äußerst naiv mit konstruktiven vorschlägen daherkommen zu wollen denn die werden mit besagter entwicklung ultraschnell wieder ins nirvana befördert...

Geändert von Turboblock (05.11.2019 um 16:24 Uhr)
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