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Alt 05.11.2019, 16:14
Gunther284 Gunther284 ist offline
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AW: Plastikball, Polyball, Nicht-Zelluloidball

Vielen Dank für dein Verständnis, aber dein Ansinnen mich milde zu stimmen führt nicht zum Erfolg.

Zitat:
Zitat von -crea- Beitrag anzeigen
Das du deshalb aufhörst ist allerdings sehr schade.

Vielleicht könntest du es auch als eine neue Herausforderung ansehen?
Ich bin leidenschaftlicher Tischtennisspieler und Fan. Habe auch schon viel ins Ehrenamt investiert. Daher mache ich mir diese Entscheidung nicht leicht.

Die Situation mit den diversen Ballsprungverhalten haben wir nicht erst seit dieser Saison. Ich hatte mich bisher immer versucht damit irgendwie zu arrangieren und durchzuhangeln. Aber per heute bin ich nicht mehr bereit mich mit einer Krücke zu begnügen. Ich möchte Spaß und ich möchte mein Spiel spielen. Dann verliere ich auch gern mit einem Lächeln.

Ich bin bei unser einzige hier, der ein klassisches Angriffsspiel spielt. Ich stehe tief, mache ich seit 25 Jahren und das ist eine Schlüsselkomponente für mich. Kurz-kurz oder Schupf sind nur notgedrungen zu Beginn (eventuell) notwendig. Ansonsten wird, auch über dem Tisch attakiert. Je eher desto besser. Ohne Athletik (aufrecht / aus dem Stand) könnte ich mein Spiel gar nicht spielen. Ich versteh wie die Kugel läuft, spiele unheimlich gern auf Material und Abwehr.

Für den Großteil meiner Schläge ist ein tangentialer Treffpunkt maßgeblich, worin eben das Desaster liegt. Ich MUSS den Ball am richtigen Punkt erwischen. Tue ich das nicht wird der Ball verfehlt, er hat keine (Spin-) Qualität oder wird unkontrolliert irgendwie irgendwo hingedrückt.

Ich sehe es dennoch nicht als Fair an nur weil es ja Hin- und Rückspiel gibt. Auswärts an den Gegebenheiten zu verlieren ist nicht schön. Aber es bleibt auch unschön wenn ich mit ansehen muss wie der Gast in meiner Halle am Ball/Tisch-Spielverhalten verzweifelt. Nichts gegen den Heimvorteil, aber das ist dann doch etwas anderes.

Ich sehe auch keinen Sinn darin, dass man sich vor der Saison mit all dem (vermutlich) zu erwartenden Bällen unserer Gegner einzudecken. Das war mit Zelluloid ja auch nicht notwendig.
Sich vor dem Auswärtsspiel auf den Ball einzustellen lässt sich wohl kaum an einem Abende bewerkstelligen. Da braucht man schon mehr Zeit. Und es kommt durchaus vor das wir in einer Woche 2 Auswärtsspiele haben. Da ist dann u.U. gar keine Vorbereitung möglich. Außerdem wird der Ball auf unserem Tisch vermutlich einen anderen Absprung haben als der den wir dann auswärts antreffen. Wenn ich als Profi die ganze Woche Zeit hätte, könnte das funktionieren. Aber leider ist dem nicht so.

Früher in der Halle des Gastgebers aufschlagen ist eine gute Idee. Aber praktisch (für mich) nicht realisierbar. Als arbeitender Familienvater liegen die freie Zeiteinteilung eben nicht immer so. Vor 20 Jahren, als man noch allein war, ja, da hab ich da auch schon mal gemacht. Aber dann gibt's auch Vereine, wo die Halle erst aufgesperrt wird, wenn wir schon davor stehen. Ist in jedem Fall kompliziert und wenn auch keine Garantie sich eben mal auf die Gegebenheiten anzupassen.

Es wird oft gemosert und immer wieder ist der Ein- oder Andere unzufrieden. So geht's mir auch. Ich bin jetzt einfach nur konsequent. Ständig unzufrieden zu sein und zu schimpfen ändert nichts für mich. Und da sich das Tischtennis da (aktuell) nicht ändert (kann), muss ich das halt tun.

Von mir aus kann ja auch irgendwer (oben) festlegen, dass wir alle ab sofort mit dem Ball "X" der Firma "Y" spielen. Dann wäre ich wieder dabei. Das würde die Homogenität in den Hallen schon mal etwas voranbringen. Aber das ist halt auch realitätsfremd.
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