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Zitat von Jaskula
Geld löst sich nicht auf, es wechselt nur den Besitzer. Dort wo es die einen verlieren, gewinnen es die anderen. Aktiencrash hat ja primär nix mit Geld zu tun, sondern allenfalls mit der Aussicht auf noch mehr Geld...
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Das ist
falsch. Wenn ale Aktienkurs im Schnitt dauerhaft sinken, enziehst Du dem allgemeinen Markt erst einmal Kaufkraft. Das ändert sich manchmal kurzfristig, zZ sieht es aber mehr nach langfristig aus. Und profitiert hat davon Volkswirtschaftlich gesehen definitiv niemand!
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Zitat von Jaskula
Diese ach so segensreich gepriesene Entkopplung macht keinen Sinn, da nur der einen guten Beitrag zahlen kann, der auch ein Einkommen hat. Hier wird doch nur versucht, den Arbeitgeberanteil auf den Staat abzuwälzen, weil dieser den Restbetrag draufzahlen muß (aus Steuergeldern), für all die, die ihren Beitrag selbst nicht aufbringen können. Gewinner der Kopfpauschale sind die gut verdienenden Singles (und vor allem die Arbeitgeber), Verlierer die Familien mit geringem / mittlerem Einkommen..
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Halt mal, ich rede nicht von aktuellen Lösungen. Die kenne ich im Detaille nicht. Ich rede vom Prinzip. Und das Prinzip, das der Arbeitgeber lieber gleich höhere Steuern zahlt und dafür der Arbeitgeberanteil wegfällt, der Rentner, Arbeitslose, Arbeiter, Arbeitgeber nicht nach Lohn, sondern generell seinem Einkommen Sozialabgaben bezahlt, ist nach meinem dafürhalten absolut richtig und hat mit der Kopfpauschale erst mal nix zu tun.
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Zitat von Jaskula
Die Insolvenz gibt es auch nicht. Sehr viele, vor allem große Konzerne, machen in den letzten Jahren Rekordgewinne. Auch sehr viele kleine Personengesellschaften laufen sehr gut. Bei denen, die angeblich unrentabel sind, oder Insolvenz beantragt wird, lohnt es sich sicherlich, genau hinzuschauen.
- Wieviel Geld wurde bereits vorher aus der Firma gezogen ?
- Wie ist die Verflechtung mit anderen Firmen, oftmals werden zwei Firmen parallel geführt, dabei dann eine zugunsten der anderen in die Pleite getrieben, die andere ist fein raus.
- Auf welcher Grundlage wurde die Firma gegründet. Ein Großteil der Pleiten in den letzten Jahren beruhte wohl auf dem Technologie-Hype zuvor. Da wurden Firmen von Leuten gegründet, die man getrost als "windig" oder schlimmer bezeichnen kann.
- Insolvenz und Konkurs sind lukrativ, da die Rechnung von anderen beglichen wird.
- Gelegentlich werden sogar florierende Unternehmen zahlungsunfähig, da die allgemeine Zahlungsmoral katastrophal ist und Banken auch nicht gerade eine rühmliche Rolle spielen.
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Du hast bei allem recht. Trotzdem wage ich einfach mal die These, dass das Insolvenzrecht gerade deswegen so rege genutzt (und manchmal auch Mißbraucht) wird, weil die Perspektive fehlt. Und genau das finde ich erschreckend!