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Alt 02.09.2004, 10:54
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AW: Re: Kann man Doppel-spielen lernen?

Zitat:
Zitat von ExAbwehrspieler
Hallo!

Als Grundsätzliche Tips würde ich sagen, dass die Doppelpartner zueinander passen müssen. Also:

Rechts-Linksdoppel,

zwei Rechtshänder, von denen einer eine starke VH, der andere eine gute RH hat,

einen Spieler, der die Bälle hält und verteilt + ein starker Angreifer (siehe Roßkopf/Fetzner)

ein Materialspieler oder jemand der gut Schnittwechsel/plaziert spielt mit einem der gut schießen kann (der bekommt dann oft hohe Bälle)

ein schwerfälliger/lansamer Spieler sollte mit einem schnellen zusammenspielen

Ausserdem:
sich nie gegenseitig im Doppel beschimpfen
v.a. gegen Materialspieler sollen die Partner ihre Angaben absprechen

und am besten: hoch gewinnen!

Ich lasse mich auch gerne korrigieren, falls etwas an meinen Thesen nicht stimmt.

Grüße

ExAbwehrspieler
Das beschreibt gut die günstigen Vorraussetzungen für ein gutes Doppel, sollte man im eigenen Fall überprüfen.

Schwerfällig ist lediglich eine zu berücksichtigende aber evtl. unerhebliche Eigenschaft. Das würde ich ersatzlos streichen. Es geht im Doppel um die zu kombinierenden Stärken (auch ein "Schwerfälliger" hat die)

Hinzufügen würde ich die günstige Kombination eines tischnah und eines dahinter agierenden Spielers. Als tischnaher Spieler kann ich die Kombi mit einem anderen tischnah agierenden Spieler - wurscht was der spielt - gleich knicken. Man steht sich im Weg. Wegen des größeren Rückraums gilt das eingeschränkt auch für zwei Halbdistanzspieler. Mit einer Rechts/Links oder VH/RH Kombination lässt sich das lösen - wenn man richtig steht!

Ich spiele mit meinem Partner eine tischnah/halbdistanz-, offensiv/allround-, riskant/sicher-, VH/RH-Kombination.
Er: sicher allroundes, RH-lastiges Halbdistanzspiel
Ich: riskant offensives, punktorientiertes, VH-lastiges und tischnahes Spiel.

Wenn er rechts und ich links stehen, dann stehen wir ganz stark. Darauf weisen wir uns im Doppel immer wieder gegenseitig hin und trainieren bewusst das Erreichen der starken Stellung.

BTW, mein riskantes Spiel bedeutet nicht blindes Spiel. Ich halte mich mit geringen taktischen Einschränkungen für einen guten Doppelspieler (in der Halbdistanz bin ich immer eine Verlegenheitslösung und mit einem tischnah spielenden Partner wird das in aller Regel auch nichts arges). Mit einem "Ballhalter" hinter mir - egal ob Allround oder Abwehr - kann ich vorne immer gut direkt punkten. Das ist meine Stärke und klappt besser mit einem Partner, der hinten auch mal meinen Mist ausbaden und einen guten Ball einstreuen kann, als mit einem der vorne irgendwie im Weg/in der Sicht herum turnt.

Also, die verschiedenen Stärken feststellen, das so kombinieren, dass man sich nicht ins Gehege kommt, es im Spiel umsetzen - und dann läuft das Doppel!

Wenn man allerdings keine günstige Kombination findet (Bsp.: 2 VH-lastige, tischnahe, Rechtsdatsche) dann würde ich genauso konsequent das Doppel sein lassen. Je besser die Voraussetzungen, desto mehr Potenzial. Man muss sich immer wieder klar machen, was man gut spielen kann und was man vermeiden sollte.

HTH

Gruß, Nik
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Gruß von der Ostsee
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