[QUOTE=Balian]
Zitat:
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Bei soviel vorurteilsbeladenem Halbwissen zu wirtschaftlichen Zusammenhänge bin ich als beruflich mit dieser Thematik befaßter manchmal einfach nur sprachlos.
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Ich verneige mich vor soviel Wissen ... und Blauäugigkeit.
Neeeein, es ist völlig unmöglich Firmengelder so einzusetzen, daß sie nicht in der Firma verbleiben.
Klar, Kunden und Lieferanten wissen natürlich ganz genau Bescheid, wie die Besitzverhältnisse bei anderen Firmen sind und die sind immer ganz klar ersichtlich.
Nur ein Beispiel aus dem Familienkreis (dort beschäftigt gewesen):
Herr X gründet Firma A
Frau X gründet Firma B
Firma A stellt Maschinen her, die Firma B benötigt. Firma B kauft fleißig diese Maschinen und produziert. Leider arbeitet Firma B nicht wirklich rentabel, was sicher nicht an dem bezahlten Preis für die Maschinen der Firma A lag.
Ergebnis: Firma B meldet Konkurs an, die letzten 3 Löhne der Mitarbeiter und die Schulden bei den Gläubigern müssen weder Firma A, noch Herr oder Frau X bezahlen. Ich denke auch nicht, daß Firma A Konsequenzen zu befürchten hat, da Kunden und Lieferanten von Firma B für sie nicht relevant sind.
Im übrigen habe ich nicht behauptet, daß dies der Regelfall sei, sondern lediglich, daß man auch hier nicht die nackte Zahl sehen darf.
Bei der Arbeitslosenzahl wird ja auch immer darauf hingewiesen, daß es darunter nicht wenige Schmarotzer gebe, die auf Kosten der Allgemeinheit faulenzen wollen. Beim Thema Insolvenzen ist es wohl ähnlich, daß es in vielen Fällen bittere Situationen sind, aber eben nicht in allen. Und die Tendenz, auf Kosten der Gesellschaft abzuzocken ist in allen Berreichen stark auf dem Vormarsch.