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AW: Neues Spielsystem für die oberen Ligen?
Nachdem zu diesem Thema auf Seiten des DTTB lange nichts passiert ist, liegt jetzt ein konkreter Antrag für den Bundestag vor. Dabei ist nicht mehr davon die Rede, dass immer genau drei Sätze gespielt werden müssen, und die zuvor so wichtige Planbarkeit der Spieldauer wird auch nicht mehr berücksichtigt.
Der Antrag sieht einfach nur vor, dass das Spielsystem der Bundesligen (mit Ausnahme der TTBL) - das Bundessystem - auch in den Regionalligen und Oberligen der Herren ab der Saison 2021/22 angewendet wird. Für die ersten drei Ligen soll sich nichts ändern, und die vierte und fünfte Liga der Herren soll dann so spielen wie die zweite und dritte auch. Bei den Damen ist die Einheitlichkeit wohl nicht so wichtig, dort bleibt es in der Regionalliga und Oberliga - zumindest eine weitere Saison - beim Werner-Scheffler-System.
Der Antrag im Wortlaut:
"Bundesspielordnung
D Organisation des Punktspielbetriebes
2 Spielsystem
2.1 Herren
...
Ab 1.7.2021 gilt:
Die Mannschaftskämpfe der RL und der OL einschließlich ihrer Entscheidungsspiele (Relegationsrunden) werden im Bundessystem gemäß WO E 6.3.1 ausgetragen.
Gestrichen wird dieser Absatz:
Evtl. Entscheidungsspiele zur 3. BL sowie die Mannschaftskämpfe der RL und der OL einschließlich ihrer Entscheidungsspiele (Relegationsrunden) werden mit Sechser-Mannschaften im Paarkreuz-System gemäß WO E 6.2 ausgetragen. Die Sollstärke einer Mannschaft beträgt sechs Spieler."
Dass die Mannschaftsstärke in den ersten fünf Ligen (mit Ausnahme der TTBL) auf Vierermannschaften vereinheitlicht werden soll, ist wohl beschlossene Sache, und dem hat ja wohl auch eine Mehrheit der betroffenen Vereine zugestimmt, die an der Fragebogenaktion des DTTB zu diesem Thema teilgenommen haben. Ist aber das Bundessystem bis zum Siegpunkt das richtige System?
Mich würde als einer der Stimmberechtigten beim Bundestag interessieren, wie die betroffenen Vereine der Herren-Regionalligen und -Oberligen dazu stehen, insbesondere zum beantragten Bundessystem bis zum Siegpunkt (6:0, 6:1, 6:2, 6:3, 6:4, 5:5). In der Fragebogenaktion des DTTB war ja viel vom Bundessystem mit Durchspielen die Rede (10:0, 9:1, 8:2, 7:3, 6:4, 5:5), bei der die Spieldauer besser planbar ist und jeder Spieler im Normalfall genau drei Spiele macht (ein Einzel, zwei Doppel).
Möchten die betroffenen Mannschaften unter der Voraussetzung, dass das Bundessystem für RL und OL kommen wird, lieber bis zum Siegpunkt spielen oder lieber alle zehn Spiele durchspielen, die dann auch alle in die TTR-Wertung und in die Tabelle einfließen und am Saisonende bei Gleichheit der Tabellenpunkte über die Reihenfolge entscheiden?
Geändert von Der springende Punkt (15.11.2019 um 11:28 Uhr)
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