Hallo TT-Freunde,
bekommen wir es hin, uns einen Überblick über die in Deutschland in den diversen Klassen verwendeten
Berechnungsvorschriften für die Leistungspunktzahl zu verschaffen.
Ich fände so was sehr interessant, vielleicht notiert ihr gleich Kommentare: welche Systeme sind gerecht, welche nicht.
Und so fange ich einfach mal an:
Dabei bedeutet:
gO : gewonnene Spiele im oberen Paarkreuz
vO : verlorene Spiele im oberen Paarkreuz
gM : gewonnene Spiele im mittleren Paarkreuz
vM : verlorene Spiele im mittleren Paarkreuz
gU : gewonnene Spiele im unteren Paarkreuz
vU : verlorene Spiele im unteren Paarkreuz
AnzSpiele : Anzahl der gespielten Spiele (= gO+vO+gM+vM+gU+vU)
KlGrundzahl : Grundzahl der jeweiligen Klasse
Kiel: 1.Kreisklasse und tiefer:
(90*gO + 60*gM + 40*gU) / AnzSpiele + KlGrundzahl
dabei ist die KlGrundzahl:
1.Kreis = 275
2.Kreis = 250
3.Kreis = 225
4.Kreis = 200
5.Kreis = 175
Kommentar: dieses System finde ich
schlecht,
weil sehr erfolgreiche Spieler kaum wechseln können
(z.B.: oben 12:6 ist genausogut wie mitte 18:0),
während schlechte Spieler sehr häufig wechseln.
(z.B.: oben 2:16 ist genauso gut (oder eben schlecht) wie mitte 3:15)
Kreisliga Kiel, 1. und 2.Bezirk im Bezirk II in Schleswig-Holstein (und auch noch höher?):
(3*gO-1*vO + 2*gM – 2*vM + 1*gU – 3*vU) * 20 / AnzSpiele + KlGrundzahl
dabei ist die KlGrundzahl:
1.Bezirk = 350
2.Bezirk = 325
Kreisliga = 300
Kommentar: dieses System finde ich
gut,
- das oben skizzierte Problem tritt nicht auf.
- Die Spielstärkeverhältnisse sind in etwa korrekt berücksichtigt.
- Noch genauere Justierungen wären wenn gewünscht einfach machbar, wenn man von der umformulierten Formel
(60*gO-20*vO + 40*gM – 40*vM + 20*gU – 60*vU) / AnzSpiele + KlGrundzahl
ausgeht (durch vorsichtiges 'Drehen' an den Werten 20, 40 und 60)
Bitte beschreibt doch mal kurz, was es bei euch noch an weiteren Systemen so gibt.
wie immer neugierig,
Jens