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AW: Tischtennis und Glubb im Sommerloch
0:0 in Fürth: Ich bin sehr zufrieden. Das hat endlich mal nach professionellem Fußball ausgesehen. Ganz ehrlich: Ich kann mit einem 3:3 oder 4:4 überhaupt nichts anfangen und erst Recht nicht mit Trainern wie Canadi oder Köllner (trotz Aufstieg), die solche Ergebnisse produzieren. Das ist einfach unseriöser Klamauk. Solch einen Boltzplatzfußball, bei dem jeder nur angreifen möchte, kann ich spielen lassen, wenn ich Pep Guardiola heiße und mir die besten Spieler der Welt kaufen kann. Und selbst dann gewinnt man oft die Titel nicht. Pep versucht jetzt schon 6 Jahre mit unglaublichen finanziellen Mitteln erfolglos die Champions League zu gewinnen. Er wird auch heuer wieder scheitern.
Keller hat alles richtig gemacht. Das System 4:4:2 ist das einfachst mögliche, das wirklich jeder kapiert und wenig Chancen des Gegners zulässt. Fürth hat im ganzen Spiel nur einen Ball aufs Tor gebracht. Prima, richtige Entscheidung vom Trainer.
Obwohl einige Spieler kaum mehr Selbstvertrauen haben, hatten wir die klar besseren Chancen: Geis mit zwei Freistößen am Sechzehner, die vermeintliche Handabwehr (hätte ich aber auch nicht gepfiffen) und natürlich die Großchance kurz vor Schluss durch Madeiros. Da fehlt halt einfach die Qualität. Ein Sallah oder Mane hätten den Torwart gefragt, wo er den Ball hin haben will. Madeiros trifft nicht mal das Tor. Aber so ist das eben in Liga 2.
Ich kann jetzt auf alle Fälle wieder ruhiger schlafen. Denn Keller weiß anscheinend, was zu tun ist. Stabilität ist gefragt. Jetzt steht das Sechspunktespiel gegen Wehen an. Wenn wir genauso nochmal agieren, gewinnen wir. Denn irgendwann wird vorne schon mal wieder einer rein rutschen. Offensiver Erfolg hat viel mit Glück zu tun. Defensive Stabilität allerdings nicht. Die ist im Profifußball Pflicht und Grundvoraussetzung. Und Trainer, die das nicht verstanden haben, kann ich persönlich nicht akzeptieren.
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