Einzelnen Beitrag anzeigen
  #15  
Alt 30.11.2019, 15:53
MichaelErnst MichaelErnst ist offline
registrierter Besucher
Foren-Neuling
 
Registriert seit: 29.11.2019
Beiträge: 4
MichaelErnst ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
AW: BW-Race Einschränkungen

@Chris
Erstmal möchte ich dir Danke sagen, dass du dich hier so ausführlich an der Diskussion beteiligst. Finde ich super. Außerdem möchte ich mich beim Verband und allen Beteiligten überhaupt für die Einführung bedanken. Finde ich klasse, dass sich etwas bewegt.

Bezüglich meinem Feedback einholen im Verein glaube ich schon, dass ich unvoreingenommen eine Thematik erläutern kann ohne groß Emotion einfließen zu lassen. Jeder soll sich seine Meinung bilden. Die Umfrage habe ich ja auch sehr offen gelassen ohne zu beeinflussen und dass meist negativ behaftete Wort "Einschränkungen" bekomme ich nun mal nicht aus der Fragestellung heraus. Es geht schließlich um Einschränkungen.

Bezüglich der 20:00 Uhr Thematik hat mein Verein den Vorteil, dass wir unsere Jugendtrainingszeit direkt vor den Erwachsenenzeiten haben. Heißt, mit den extra angeschafften neuen Platten habe und wollte ich die Voraussetzung schaffen, zwischen 18:00 Uhr und 22:00 Uhr ein Turnier auch unter doch Woche durchführen zu können ohne Trainierende zu beeinflussen. Viele Vereine haben allerdings nicht den Luxus Jugend- und Erwachsenzeiten direkt hintereinander zu haben und haben auch nicht genug Hallenplatz für so ein Turnier. Wir als Verein hätten jetzt die idealen Voraussetzungen!

Dein Argument bezüglich dem "konzertieren auf Race Turniere" kann ich nachvollziehen und kann man so auch stehen lassen. Allerdings schätze ich, dass es wohl ein Mini-Problem ist und es sich um Einzelvorfälle handelt. TT ist für mich ein Mannschaftssport und wird es auch mit Race Turnieren bleiben. Ich liebe es nach einem Gruppenspiel einzukehren und einen schönen Abend zu verbringen und mich mit meinen Teamkollegen und Gegnern zu unterhalten.

Ich möchte hier mal erläutern, warum ich mich für eine Reduzierung oder Aufhebung der Einschränkungen einsetze. Wir sind eine kleine Abteilung mit gerade einmal 14 aktiven Erwachsenen. Dennoch stellen wir eine 6er Mannschaft (in der ich im hinteren Paarkreuz spiele), eine 4er Mannschaft, eine Senioren und eine Pokalmannschaft. Dank meiner Position im hinteren Paarkreuz, kam ich in der Saison 2018-2019 auf gerade einmal 18 Partien, bei 12 Spieltagen (immer samstags) + noch ein paar Einsätze im Pokal und Turnieren. Wenn ich zu solchen Turnieren gehe, bin ich aus unserem Verein der Einzige und wenn ich mir die Teilnehmer der Turniere anschaue, sind es immer die fast gleichen Leute die ich dort sehe und aus den wenigsten Vereinen kommen mehr wie zwei bis vier Leute. Auf den letzten Turnieren und Gruppenspielen habe ich viele meiner Gegner gefragt warum sie nicht zu bestehenden Turnieren gehen beziehungsweise alleine oder nur so wenige von ihrem Verein da sind. Die genannten Gründe waren meist:
  • Die wenigsten Spieler sind bereit potentiell nach einer Vorrunde weiterzukommen und am Ende +-10 Spiele zu spielen. Ist ihnen zu anstrengend.
  • Turniere dauern ihnen zu lange. Auch ich war schon bei Ranglistenturnieren, habe morgens um 7 Uhr das Haus verlassen und bin abends um 11 Uhr wieder zu Hause gewesen.
  • Die Wartezeiten zwischen den Spielen sind ihnen zu lange. Man kühlt aus, wird überraschend aufgerufen und steht dann kalt an der Platte mit einer Minute Einspielzeit.
  • Man hat keinen Platz an der Platte. Andauernd fliegen Störbälle rein. Es ist zu laut. Sprich, die Bedingungen passen ihnen nicht.

Wenn ich diese ganzen Argumente so aufnehme, sind die Race-Turniere das krasse Gegenteil. Durch das System ist definiert, es gibt genau 6 Spiele. Man kann die Spiele direkt nacheinander spielen mit kurzen Pausen. Dadurch bleibt man warm und ein Turnier geht nicht länger als +- drei Stunden. Man kann es unter der Woche und am Wochenende zu jeder Uhrzeit starten. Man darf überall im Verband mitspielen. Ich darf ja sogar im Bavarian Race-Turnier mitspielen. Man kann Spiele und Punkte sammeln gehen und sich dadurch auch im TTR schneller hocharbeiten bzw. runterarbeiten :-) Man kann Wettkampfsituationen trainieren (wichtig z.B. für Neu- oder Wiedereinsteiger). Da man überall mitspielen kann, hat man auch endlich mal andere Gegner. Man ist flexibler. Ich muss z.B. öfters nach Reutlingen oder Stuttgart. Wenn da jetzt ein Turnier stattfinden würde, würde ich mich anmelden. Besser als doof im Hotel, Kino oder Bar zu hocken.

Bezüglich deinem Argument "bleiben nicht so viele Wochenenden" möchte ich massiv Widersprechen. Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich genau 12 Gruppenspieltage in einer ganzen Saison. Mehr hätte ich auch nicht spielen können, da wir keine höhere Mannschaft haben, wo ich „aushelfen“ könnte. Sprich bei 104 Samstagen und Sonntagen im Jahr, hätte ich theoretisch 92 Tage über (abzüglich Ranglisten etc. Turnieren, Feiertage etc.). Warum soll ich jetzt meine Freizeit nicht so gestalten können wie ich will. Warum soll ich nicht ein TTR relevantes Turnier an freien Wochenenden oder in den Trainingszeiten ausrichten dürfen, weil ich einfach Lust auf TT habe. Ich finde es doch klasse wenn sich Leute finden um TT zu spielen. Mit der Einführung der Race Turniere hat man jetzt die Möglichkeit ein klasse Turniersystem einzuführen, und dem TT Sport wieder etwas Aufwind zu verpassen.

Wegen den erwähnten geschätzten Einzelfällen allen engagierten Ausrichtern und Spielwilligen das noch nicht einmal eingeführt Turniersystem im Vorfeld Einzuschränken halte ich daher für übertrieben. Daher bitte ich nochmals: @TTVWH (TT-BW) Probiert es doch wenigsten zwei Saisons aus, bevor zur Regulierungskeule gegriffen wird und beurteilt dann.

Wir als Verein haben sowohl Hallenzeiten in einer brandneuen großen Halle, genug engagierte Mitglieder zur Ausrichtung und genug Infrastruktur um Turniere zu starten.
Mit Zitat antworten