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Alt 02.12.2019, 12:43
appelgrenfan appelgrenfan ist offline
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appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)appelgrenfan genießt höchstes Ansehen (Renommeepunkte mindestens +1000)
AW: Führung simulieren

Große Rückstände aufzuholen ist einfach, mir gelingt das häufig. Da kann ich mich auf den nächsten Punkt fokussieren, bis der Satz - so oder so - zu Ende ist. Denn zu verlieren habe ich in der Situation gar nichts. Die Frage des OP betrifft aber die gegenteilige Situation: Du bist weit vorne und solltest weiterspielen wie bisher.

Das Auf-den-nächsten-Punkt-konzentrieren klingt gut, hat aber ein Problem: Sobald du im Kopf hast, dass du jetzt weit vorne bist und das Ding nur noch heimschaukeln musst, ändert sich schon deine ganze Anspannung und Spielweise. Wenn du dich da auf den nächsten Punkt konzentrierst, besteht die Gefahr, zu sehr aufs Konzentrieren konzentriert zu sein. Und das eigentliche Problem bleibt bestehen.

Die Lösung hängt jeweils vom eigentlichen Problem ab. Warum verspielst du die Führungen? Verkrampfst du, weil du Angst davor hast, einen quasi sicheren Satz noch abzugeben? Lässt die Anspannung nach, weil du den Satz schon abgehakt hast? Oder stellen deine Gegner verzweifelt ihr Spiel um, und du kannst nicht darauf reagieren?

Mein Problem ist primär, dass die Anspannung im Angesicht des sicheren Satzgewinns nachlässt. Das einzige, das mir dabei hilft, ist ein Timeout. Wenn keines mehr verfügbar ist, musst du dir halt mal die Schnürsenkel binden. Wichtig ist nur, das früh zu nehmen! Wenn es nach 9:4-Führung 9:9 steht, ist es definitiv zu spät.

Gegen die "Peinlichkeit", eine hohe Führung zu verlieren, hab ich kein Patentrezept. Da hängt viel von deiner Motivationslage ab, warum du spielst und wie die Struktur und der Ehrgeiz deiner Mannschaft ist. Aber wenn dein Spiel offensiv ausgelegt ist, ist es doch tausendmal peinlicher zu verlieren, weil du aufgehört hast, offensiv zu spielen als wenn du dein Ding durchziehst, aber es irgendwann nicht mehr funktioniert.
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