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Alt 02.12.2019, 14:32
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Angus Angus ist offline
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AW: Damen Oberliga Bayern, Saison 2019/2020

Unsere Damen hatten ein sehr erfolgreiches Wochenende und sind jetzt richtig ins Rollen gekommen. Leider endet mit dem Spiel in Wombach nun aber auch die Hinrunde! Schade eigentlich.

Aber der Reihe nach (Teil 1, des Doppelspieltages) ...

Als wir die Aufstellung Versbachs vor Ort erfuhren, war in erster Reaktion nicht mehr an einen mittelfränkischen "Punkteraub" in Unterfranken zu denken. In kompletter Montur hatten die Versbacher Damen bisher nur 2x, am Doppelspieltag zu Saisonbeginn, agiert. Auch in den Doppeln blieben wir unserer Linie treu und starteten mit 0:2. Die erneute Umstellung zeigte zwar kleine Früchte aber wie leider so oft in dieser Vorrunde gehen die knappen Entscheidungen in dieser Disziplin ausnahmslos an die Gegnerinnen.

Dann jedoch ging sie los, die Aufholjagd. Das erste Highlight setzte unsere Nr. 2 und Mannschaftsleaderin. Sie zeigte sich absolut kämpferisch und bäumte sich gegen die überlegen geglaubte Spitzenspielerin Versbachs auf.
Zunehmend blieb Sylvia in den Ballwechseln immer geduldiger und ließ sich auch nicht durch einen 2:11 Rückschlag im 4. Satz verunsichern. Zurück in der Erfolgsspur der Sätze 2 und 3, konnte sie die erste Überraschung im 5. Satz besiegeln. Da auch unsere Nr. 1 Kerstin nahtlos an die gezeigten Leistungen der letzten Spiele mit einem 3:0 anknüpfte, war der Ausgleich geschafft.

Im hinteren Paarkreuz gab es anschließend eine Punkteteilung. Zuerst unterlag Anna der Doppel-Noppen-Spielerin Stefanie Witt mit 0:3, wobei sie durchaus ihre Chancen hatte und die Sätze eng gestaltete. Es fehlte hin und wieder etwas Zielgenauigkeit bzw. überschätzte sie immer wieder den vermeintlichen Spin in den Schupf- und Konterbällen der Gegenerin. Lea-Marie konnte parallel ein sehr enges Spiel gegen die Konter-Block-Spezialistin Kerstin Hemrich nervenstark für sich entscheiden. Dabei machte sie es sich aber selbst auch sehr schwer, denn im gesamten Spiel sah man nur 3-4 Versuche ihrer durchaus schon sehr sehenswerten Rückhandtopspins. Da die Vorhand aber immer wieder erfolgreich einschlug, konnte der zweite 3:2 Erfolg des frühen Nachmittags verbucht werden. Zwischenstand 3:3.

Angetrieben durch die Erfolge der ersten Runde, konnten auch von den nächsten 4 Einzeln 3 durch die Kleeblätter gewonnen werden. Sylvia und Kerstin ließen beide nur kurze Schwächephasen erkennen und siegten jeweils mit 3:1. Anschließend entzauberte Lea-Marie die "Doppel-Noppe" durch ihre Schnelligkeit und ein gerades, rotationsarmes Spiel mit 3:0. Unsere gesundheitlich leider geschwächte Anna stellte sich voll in den Dienst der Mannschaft, versuchte gegen die Nr. 4 alles aus sich heraus zu holen, konnte das Spiel auch jederzeit offen halten und mitgehen, verlor am Ende aber die Kondition, den 3. sowie 4. Satz mit nur 2 Punkten Differenz und das Spiel mit 1:3. Zwischenstand: 6:4.

Das ein Match der Nummern 1 gegen 3 nicht immer eine klare Angelegenheit sein muss, davon kann Kerstin in dieser Saison bereits ein Lied singen. Und 3 Noppenbeläge an einem Tisch, was im Doppel zwar häufiger vorkommt im Einzel aber Seltenheitswert geniest, sieht man auch nicht aller Tage. Entsprechend eng war das Match und wogte hin und her und selten gab es hohe Führungen. So endete der 4. Satz auch in diesem Spiel denkbar knapp mit 11:9 und das Match 3:1 für unsere Nr. 1. Und knapp sollte es im Spiel 3 gegen 1 auch weiter gehen. Nach einem hauchdünnen, überraschenden 12:10 Erfolg für unsere Nr. 3 Lea-Marie im ersten Satz war die Gegnerin natürlich gewarnt und baute im zweiten Durchgang schnell eine gute Führung auf. Beim Stand von 6:10 aus unserer Sicht, verlor die Versbacher Spitzenspielerin Sandra Bindhammer aber völlig den Faden und verspielte alle 4 Satzbälle sowie einen Weiteren in der Verlängerung. Diese Einladung ließ sich das 3. Kleeblatt nicht nehmen und vollendete mit ihrem eigenen 2. Satzball zum 14:12. Anschließend war der Damm gebrochen und die besten Ballwechsel aber auch die glücklichsten Punkte gelangen alle zu unseren Gunsten und aus dem Satz-Diebstahl wurde ein sensationeller 3:0 Matchgewinn. Dieser wiederum markierte auch den Schlusspunkt zum nicht für möglich gehaltenen Auswärtserfolg und zu zwei völlig unerwarteten Zählern.

Das 4:8 aus Versbacher Sicht fiel sicher etwas zu hoch aus, was 447:462 also nur 15 Bälle Unterschied bestätigen. An diesem Nachmittag aber waren die Mittelfränkinnen kämpferisch etwas präsenter, in den entscheidenden Situationen nervlich etwas stabiler und hatten in den Einzeln zudem auch das Glück zur richtigen Zeit auf ihrer Seite. Vielleicht haben die Damen aus Fürth aber auch den Abstiegskampf schon voll angenommen und wollen ihren Chancen nicht mehr nachtrauern müssen.

Wird fortgesetzt ...
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"Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen!"
- Albert Einstein -

Geändert von Angus (02.12.2019 um 15:11 Uhr)
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