Zitat:
Zitat von generalduke
Der im Beitrag #2 von Rückhandmonster eingestreute Begriff vom differenziellen Training (war mir bis dato unbekannt) zielt glaube ich in eine ähnliche Richtung - man sollte dem Körper keinen Lehrbuchbewegungsablauf vorschreiben und in diesem Sinne beim Punktspiel auch nicht versuchen sich diesen ins Gedächtnis zu rufen. (und sich damit selbst unter Druck zu setzen)
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Über Bewegungsabläufe nachdenken sollte man beim Spiel generell nicht. Beim differenziellen Training geht es aber eigentlich weniger um den "Flow". Der Ansatz kommt wohl eher aus der Hirnforschung und geht davon aus, dass es a) keine allgemeine Lehrbuchtechnik gibt, weil jeder andere Hebelverhältnisse und körperliche Voraussetzungen hat und b) man gar nicht in der Lage ist, zweimal in Folge exakt die gleiche Bewegung zu machen, selbst wenn man will. Wenn der ankommene Ball leicht unterschiedlich springt, dann sowieso nicht mehr. Daher versucht man gar nicht sich an ein solches externes Ideal heranzutasten, sondern variiert bewusst die Bewegungen, Aufgaben und ankommenen Bälle, damit das Gehirn selbst das Optimum interpolieren kann. Beispiel: man variiert den Körperschwerpunkt (Gewicht auf Zehenspitze, Fußballen, gesamtem Fuß, Ferse) und "lernt" dadurch automatisch in Richtung der stabilsten und effektivsten Bewegung sowie größten Beschleunigung. Im Endeffekt geht es aber dennoch darum Grundlagen zu verbessern und zu erlernen, also genau das von marcush angesprochene Handwerkszeug. Nur der Ansatz ist anders: Finden des persönlichen Optimums durch Interpolation anstatt Herantasten an ein extern vorgegebenes Optimum durch ständige Nachkorrektur.
Das ist in dem Sinne dann kein "Flow", da man
bewusst mit der Variation spielt. Dein zweiter Beitrag geht eher in die richtige Richtung. Man
"[versucht] dann nach gelungenen Schlägen diesen Aha - Moment zu verinnerlichen und abrufbar zu machen" und den "Bewegungsablauf mit der sinnlichsten Rückmeldung" für sich persönlich zu finden.