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Zitat von Zigeuner
Im Tennis ist das mega beliebt bei den Zuschauern und beim TT wird das nicht anders sein. Es erhöht die Attraktivität des Spiels, anders als ewiges Ballholen etc.
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Vergleiche mit Tennis hinken fast immer gewaltig, auch wenn Tischtennis dem Tennis ja langsam ähnlicher wird und ich auf den Vergleich hier im Thread ohne zu zögern 'ne hohe Wette platziert hätte.
Im Tennis kann ein Match bei den Herren auch in den fünften Satz gehen. Wenn davor vielleicht zwei Sätze im Tiebreak entschieden werden und das Match viereinhalb Stunden dauert, dann ist die körperliche Belastung mit TT längst nicht mehr zu vergleichen. Spieler sind oft kurz davor, auf den Platz zu sich auf dem Platz zu übergeben und nicht soo selten kommt das tatsächlich vor. Die benötigen und haben (zurecht) mehr Pausen als im PingPong, wo viereinhalb Stunden bereits für einen ganzen Mannschaftswettkampf extrem lang wären.
Übrigens kann eine Fußfehler-Entscheidung (vergleichbar mit abgezähltem Aufschlag, obwohl es im Tennis ja zwei Aufschläge gibt und man es nach einem im ersten Service erfolgten Foot fault nochmal probieren darf) per Videobeweis nicht angezweifelt werden. Man darf direkt aus der Hand, von oben oder von unten aufschlagen, sogar den Ball fangen, um den Aufschlag abzubrechen etc. pp.
Nachtrag: Im Tischtennis müsste man den Zuschauern zudem erstmal vermitteln, was genau beanstandet wurde und überprüft werden soll. Mangelnde Wurfhöhe beim Aufschlag, Verdecken des Balls, nach hinten geworfen, Finger-Spin? Werden viele Zuschauer einfach nicht kapieren und ohne einfache schnelle Nachvollziehbarkeit keine gesteigerte Attraktivität. Im Tennis dagegen: noch auf der Linie oder nicht? Klares Vorgehen, bildgebende Technik.
Zitat:
Zitat von Snape
Fairer Sport vielleicht?
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Im Profi-TT könnte sich jemand z.B. gegen Timo Boll (der in aller Regel sehr fair aufschlägt) den Review aufsparen, um in entscheidenden Momenten ein/zwei[?] zusätzliche[s] Timeout[s] zu haben und beim Gegener einen Lauf/eine Serie zu verhindern. Selbst wenn die Möglichkeit der Überprüfung danach entfällt, wäre die damit verbundene Taktik, den Gegner "rauszubringen", ggf. erfolgreich. Das wäre für mich das Gegenteil von fairem Sport. Es würde nur allzu schnell deutlich, wie eine solche neue Regelung zum taktischen Vorteil auszunutzen ist.