Hi all
Hatte am letzten Samstag genau das gleiche Problem: Liege 2:0 vorne, mein Gegner legt einen Zacken zu und ich baue nichts schlechtes ahnend etwas ab. Den 3. Satz habe ich dann 9:11 verloren und mir immer noch nicht viel dabei gedacht, ausser dass ich den Match im nächsten Satz nach Hause bringe. Nichts gewesen ausser Spesen, diesmal 12:10 verloren. Langsam beginne ich zu zweifeln. Im 5. Satz erwische ich noch einen schlechten Start (0:4) und verlor schliesslich 7:11.
Habe mich auch die ganze Zeit gefragt, was schief gelaufen ist. Wie ich nach dem Match von meinem Gegner erfuhr, hat der nicht so recht daran geglaubt, dass er das Spiel nochmals drehen kann. Er hat etwas mehr riskiert und dachte wahrscheinlich, dass ich da locker mithalten kann. Also, lag es echt an mir. Ich hätte einfach nicht meinen Druck abbauen sollen im 3. Satz, weiterhin offensiv spielen und den Sack letztlich schliessen müssen.
Ich habe in mir so eine Barriere, dass ich mir nicht zutraue, gegen einen höher eingestuften Gegner 3:0 zu gewinnen. Ich muss das erst noch lernen. (Spiele erst seit 2,5 Jahren wieder TT nach einer Unterbrechung von über 20 Jahren)
Noch in der letzten Saison habe ich den ersten Satz oft verschlafen und mich dann gegen Ende der Begegnung erst richtig voll reinhängen können. Diese Saison scheint es anderst zu werden: Ich habe in der Zwischenzeit gelernt, mich stark zu konzentrieren und bin jetzt schon vom ersten Ball an voll im Spiel.
Eigentlich müsste man immer versuchen, einen Match 3:0 zu gewinnen und dabei Energien und Nerven sparen. Tönt doch nicht schlecht!
Fazit: Liege ich deutlich vorne in einem Match, werde ich in Zukunft meinen Druck nicht mehr zurücknehmen und so weiter spielen, wie in den gewonnen Sätzen. Sowas braucht ne gewisse "Coolness", die man sich jedoch aneignen kann. (Werner lässt grüssen!

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Gruss
Martin