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Zitat von TobiWitt
... Wenn das für dich nicht ersichtlich ist/war, entschuldige ich mich und werde mich nächstes mal deutlicher ausdrücken.
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Zitat von TobiWitt
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Ich sage nur, dass es REGELTECHNISCH Sche**egal ist, ob man Noppen-Innen oder Noppen-Außen Beläge nachbehandelt. Beides ist definitiv nicht erlaubt!
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Regeltechnisch mag das stimmen, aber ich sehe es anders. Und dabei geht es mir weder um Noppen, Antis oder "normale" Beläge. Mit den Regeln möchte ich ja ein bestimmtes Ziel verfolgen. Wenn ich mir den Schläger des Gegners anschaue und da steht zB Sriver drauf, dann verbinde ich mit diesem Belag eine gewisse Eigenschafft. Wenn der Belag dann geboostet wurde, ändern sich die Spieleigenschaften aus meiner Sicht relativ wenig. Wenn er aus versehen 2 Tage in der Sonne lag, ändert sich die Spieleigenschafft mMn gravierend - es handelt sich quasi um einen völlig neuen Belag. Erläuterung: paßt Du dein Spiel an, wenn Du bei der Schlägerbesichtung siehst, dass der Gegner einen Tenergy statt eines Tachiness D spielt? Paßt Du dein Spiel an, wenn Du bei der Schlägerbesichtung siehst, dass der Gegner einen BestAnti statt eines Tenergy spielt?
Mir persönlich ist beides egal, ich sehe das im Spiel recht schnell (kann's nur nicht umsetzen

).
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Zitat von TobiWitt
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Wenn man mit immer mehr Ausnahmen kommt, kann man auch gleich sagen, für Amateure sind die Regeln frei auslegbar. Bei Aufschlägen muss der Ball gar nicht mehr hochgeworfen werden usw...
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Auch hier gilt, dass man mit den Regeln ein bestimmtes Ziel verfolgen möchte. Möchte ich den Opa ärgern, der's nicht besser kann oder möchte ich den Profi daran hindern, sich unter Umgehung der Regel bewußt einen Vorteil zu verschaffen.
Daher finde ich das Autobahnbeispiel recht passend. Aber im Grunde stimme ich Dir auch zu. Beide Belagbearbeiter verschaffen sich bewußt einen Vorteil und sollten dementsprechend kontrolliert und sanktioniert werden.
PS Dass nur unfähige Opas mit Glattnoppen gespielt haben, ist natürlich Unsinn. UA hat der von mir hoch geschätzte Jens Lilienthal, wenn ich mich recht entsinne ua 5ter bei den DM und Schüler-Mannschafts-Europameister (mit Boll und Baum) ua mit einem Bamboo ox sowohl klassische Abwehr als auch aktives Störspiel am Tisch zelebriert. Der kann wahrscheinlich auch mit ner Bratpfanne Oberliga spielen. Da gibt es sicherlich noch einige andere Beispiele, die gegen die These sprechen, dass es NUR darum geht, Schwächen zu kaschieren. Dass es das auch gab, bei meiner Rückhand zB, ist unbestritten! Aber ich persönlich (als zähneknirschender Befürworter des Verbots) bin zumindest der Meinung, dass man als Erwachsener Tischtennisspieler das Prinzip der Schnittumkehr im Verhältnis zur Reibung des Belags entweder begriffen haben, oder Niederlagen ohne Jammern hinnehmen sollte.