Hi zusammen
Möchte wieder etwas Input in Form von Zitaten aus dem Buch "Flow im Sport" geben:
Zitat:
|
... Diese erfolgsorientierten Ziele fallen meist in eine der beiden Kategorien: aufgabenbezogen und ergebnisbezogene Ziele. Ein Sportler mit einem aufgabenbezogenen Ziel strebt danach, seine Leistung auf eine bestimmte Art und Weise zu verbessern und kümmert sich nicht darum, wie er leistungsmässig im Vergleich zu andern abschneidet. ... Ein Sportler mit einem ergebnis- ober egobezogenen Ziel hingegen sieht in einem Wettkampf den Vergleich mit den Gegnern und ist nur darauf fixiert, wie gut er sich gegen gleich starke Gegner durchsetzten kann. ...
|
Habt ihr mehr aufgabenbezogene Ziele oder mehr ergebnisbezogene Ziele?
Zitat:
|
... viel Athleten setzten sich Ziele in beiden Bereichen.
|
Vorteil der aufgabenbezogenen Ziele
Die Herausforderungen sind angemessener und es fällt leichter die HK-Balance (
Herausforderung-
Können) zu finden.
Eigenes Beispiel: Ich habe mir für diese Saison zum Ziel gesetzt, den RH-TS so weit zu festigen, dass ich ihn neben dem VH-TS als einen sichereren eröffnenden Schlag im Match einsetzen kann.
Nachteil der aufgabenbezogenen Ziele
Durch den Fokus auf die vorgenommene Aufgabe, geraten andere Lösungsmöglichkeit, die für einen Sieg ebenso wertvoll wären, in den Hintergrund.
Eigenes Beispiel: Konzentriere ich mich stark auf den RH-TS, vergesse ich im Match oft, die RH zu umlaufen und mit meiner stärkeren VH zu punkten.
Vorteile der ergebnisorientierten Ziel
Wenn ich stark auf mich vertrauen, kann der angestrebte Gewinn äusserst motivierend sein und für mich eine anspruchsvolle Herausforderung sein.
Eigenes Beispiel: Spiele gegen gleich starke Gegner verlaufen oft sehr spannen und der Kick gegen Ende der Partie ist ziemlich hoch.
Nachteil der ergenisorientierten Ziele
Das ergebnisorientierte Ziel schliesst tendenziel die eigene Tagesform, die realistische Beurteilung des eigenen Könnens und die objektive Bewertung der Spielstärke des Gegner etwas aus. Die Gefahr besteht, unrealistische Erwartungen zu haben.
Eigenes Beispiel: Gegen deutlich schwächere Gegner spiele ich oft ein bisschen gelangweilt und zeige nicht mein bestes TT, da ich mit einfacheren Mitteln zu Sieg komme. Flow ist da garantiert nicht drin, weil einfach die Herausforderung fehlt. Gegen deutlich stärkere Gegner spiele ich auch oft nicht mein bestes TT, weil ich eh davon ausgehe, dass ich verlieren werden.
Ist ziemlich viel Stoff, wie ich finde. Vielleicht hat der eine oder andere ja trotzdem Lust, sich dieses Thema mal genauer anzuschauen. Schreibt doch einfach was zu den beiden Arten von Zielen und dann sehen wir weiter.
Gruss
Martin