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AW: Damen Oberliga Bayern, Saison 2019/2020
Ja, es tut sich einiges in der Liga. Das Mittelfeld ist im Prinzip auf eine Mannschaft (Herbertshofen) ohne deren direkte Beteiligung zusammengeschrumpft; Thannhausen hat mit seinem Sieg aber vor allem mit der stärkst möglichen Aufstellung die Ambitionen zum Klassenwechsel nach oben verdeutlicht; Birkland hat auf den Relegationsplatz zum Aufstieg gleich in den ersten beiden Partien des neuen Jahres wichtige Zähler liegen lassen und Wombach hat über die Feiertage neuen Mut gewonnen und die guten Neujahrsvorsätze gleich in die Tat umgesetzt.
Der Abstiegskampf hat gleich zu Beginn des Jahres Feuer gefangen und nimmt nun mehr als die halbe Liga ein. Von Platz 5 bis 9 müssen die Teams den direkten Abstieg bzw. die Relegation mit Verbandsoberliga fürchten. Bereits nach den ersten Ergebnissen 2020 kann man dabei nur eines sagen, nämlich dass man aktuell keine Prognose abgeben kann. Jede der Mannschaften kann aus dem oberen Teil der Tabelle zusätzliche Punkte entführen (siehe Versbach und Wombach aus Birkland) und die Spiele untereinander sind spätestens nach dem Wombacher Erfolg gegen Versbach völlig offen.
Oben sind Regenstauf (Spielfrei) und Thannhausen weiterhin die großen Favoriten. Birkland muss nun schnell aus dem Winterschlaf aufwachen. In ihrem nächstem Spiel gegen Thannhausen muss ein Sieg her und weitere Punkte (außer vielleicht gegen den Tabellenführer) sowie viele Einzelspiele dürfen sie anschließend auch nicht mehr liegen lassen, wenn Frau noch einmal in den Kampf um den Relegationsplatz eingreifen will.
Der Abstand für Schwabach zum rettenden Ufer ist wahrscheinlich schon zu groß. Sie können aber sicher noch die ein oder andere Mannschaften ärgern und vielleicht das Zünglein an der Abstiegswaage sein.
Für unsere Damen ging die Rückrunde auch mit einem Erfolg los. Nach dem "Einspielen" (8:2 für die Gastgeber) gegen die starken Tabellenzweiten aus Thannhausen, die zum Jahresbeginn gleich mit dem besten Team angetreten waren, folgte ein in der Höhe zu deutlicher Erfolg gegen den Tabellennachbar Bobingen.
Nach dem Novum von 2 gewonnen Doppeln konnten unsere Damen den Schwung mit in die Einzel nehmen und gleich mit 0:4 davon ziehen. Vor allem das "Break" von unserer Nachwuchsspielerin Lea-Marie Schultz gegen die Nr. 1 der Gastgeber Patricia Heiß war ein wichtiger Knackpunkt fürs ganze Spiel. Anschließend kam es zur Punkteteilung im hinteren Paarkreuz, wobei unsere beiden Damen gesundheitlich angeschlagen waren.
Zur zweiten Einzelrunde stand es also schon 1:5 aus Sicht der Gastgeber. Unsere Nr. 1 und Abwehrstrategin Kerstin Schnapp, tat sich anfänglich schwer mit dem quirligen Spiel der Bobinger Spitzenspielerin, stellte sich aber immer besser auf die Topspins ein, blieb etwas tischnäher und übernahm ab Satz 3 die Kontrolle über das Match.
Das Spiel der beiden Zweier wogte lange hin und her, um beim Stand von 2:1 und einer hohen Führung im 4. Satz für die Gastgeber nach einer Auszeit zu kippen. Lea-Marie hatte ihre Fassung wieder gewonnen und Selbstvertrauen gefunden, agierte in den folgend Ballwechseln aggressiver und übernahm den aktiven Part in der Partie, der am Ende auch zu ihrem zweiten Fünfsatzerfolg führte.
Nach nochmaligem, kurzem Aufbäumen konnte Melanie Heiß anschließend der trotz Rückschmerzen entfesselt spielenden Sylvia Messer nichts mehr entgegensetzen und das mit Sicherheit zu hohe Endergebnis von 1:8 war besiegelt.
Ein gelungener Einstand für unsere Damen ins Tischtennisjahr 2020, der Hoffnung auf den direkten Klassenverbleib macht. Die kommenden Spiele werden aber alle den Charakter von Endspielen haben, denn wie man sieht: "Die Konkurrenz schläft nicht!"
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"Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen!"
- Albert Einstein -
Geändert von Angus (13.01.2020 um 09:28 Uhr)
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