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Alt 27.01.2020, 09:50
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Angus Angus ist offline
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AW: Damen Oberliga Bayern, Saison 2019/2020

Ein packendes und zum Teil überraschendes Wochenende in der Damen-Oberliga liegt hinter uns.

Überraschend war sicher gleich die erste Entscheidung am Samstag zwischen Regenstauf und Bobingen. Die Gastgeberinnen mussten ohne ihre starke, an 2 gesetzte Jugendspielerin Sophia Zahradnik leicht ersatzgeschwächt antreten. Bobingen konnte komplett auflaufen und zeigte von Beginn an, dass man nicht zum Sightseeing in die Oberpfalz gekommen war. Besonders stark präsentierte sich die Nr. 1 der Gäste Patricia Heiß, welche alle 3 Einzel und das Doppel an der Seite von Michaela Geiger gewann. Dabei fügte sie der Nr. 1 Regenstaufs ihre erst zweite Niederlage der gesamten Saison zu. Auch ihre Doppelpartnerin verbuchte 2 Einzelpunkte und hatte am Ende sogar den Sieg bei ihrer knappen 5-Satz-Niederlage in der letzten Einzelrunde auf dem Schläger. Da am Ende jedoch 3 Einzel in Folge verloren gingen, retteten die Gastgeberinnen einen Punkt.

Das Spiel Versbach gegen Herbertshofen nahm hingegen einen eher erwartungsgemäßen Verlauf. Bei einem Doppel- und 3 Einzelpunkten für die Heimmannschaft blieb zwar nur die Nr. 4 sehr knapp ohne Punktausbeute für Versbach; gegen die große spielerische Breite der Gäste jedoch waren die Gastgeberinnen vor allem im hinteren Paarkreuz unterlegen und konnte nur wenige weitere Sätze knapp gestalten. Nach 2 ½ Stunden hieß der verdiente Sieger deshalb Herbertshofen, die somit den Anschluss zur Tabellenspitze halten.

Das dritte Samstagsspiel zwischen unseren Damen und der zweiten Vertretung aus Langweid wurde zu einer echten Revanche. Nicht nur das Endergebnis von 8:2 war ein absolutes Spiegelbild der Hinrundenpartie, auch der Spielverlauf konnte komplett ins Gegenteil verkehrt werden.
Zwei gewonnene Doppel zeigten von Beginn an, dass sich die Paarungen der Kleeblätter nun besser miteinander eingespielt haben. Zudem wurden mit der Aufstellung auch die Wunschbegegnungen getroffen, was zu zwei 3:0 Siegen führte. Vor allem das zweite Doppel (Schnapp/ Schultz) musste aber richtig dafür kämpfen, denn alle Sätze wurden mit nur 2 Punkten Vorsprung gewonnen.
In der ersten Einzelrunde konnten anschließend 3 Spiele gewonnen werden, wobei die Spielerinnen Lea-Marie Schultz (Nr. 2) und Anna Schulte (Nr. 4) beide das Break schafften. Die Spiele waren trotz ihrer 3:0 Ergebnisse jedoch echte Nervenschlachten, denn insgesamt 4 Sätze wurden mit nur 2 Punkten Unterschied entschieden. Unsere Nr. 1 Kerstin Schnapp musste sich eingangs der Einzelspiele überraschend klar im Abwehrduell der starken Barbara Seiler geschlagen geben. Sie fand einfach kein Mittel aus der eigenen Sicherheit heraus zu punkten. Sylvia Messer hingegen zeigte im Spiel gegen die aus der dritten Mannschaft der Gäste aufgerückte Sandra Maiershofer, wozu sie gegen deren passives Spielsystem in der Lage ist und demontierte die zweite Abwehrspielerin der Gäste in 3 klaren Sätzen.
Die zweite Einzelrunde begann beim Spielstand von 5:1 mit einem Lichtblick für die Gäste. Wieder war Kerstin die Leidtragende auf unserer Seite, denn sie musste gegen Simone Neuner, die mit sicherem und variablem Spinangriff agierte, den zweiten Punkt der Langweider zulassen. Parallel entwickelte sich an Tisch zwei ein echter Krimi zwischen Angriff und Abwehr. Das Spiel von Lea-Marie gegen die Nr. 2 der Gäste war ein echter Klassiker der Spielsysteme und schwankte hin und her. Unsere Nachwuchsspielerin begann verheißungsvoll mit 11:8 im ersten Satz, musste aber nach einer Taktikumstellung der erfahrenen Gegnerin im zweiten Durchgang mit 6:11 passen. Mit neuem Mut und kleinen eigenen Veränderungen gelangen im Folgesatz fast alle Angriffsversuche, was ein deutliches 11:3 einbrachte. Doch der direkte Konter folgte mit 7:11 sofort, wobei Lea-Marie in diesem Satz, angeheizt durch den vorangegangenen Durchgang, vielleicht ein wenig zu schnell und zu ungestüm mit dem Kopf durch die Wand wollte. Den letzten Durchgang domminierte Lea-Marie dann wieder fast bis zum Schluss durch ihren sehr guten, beidseitigen Angriff. Nach einer 10:4 Führung erzwang die Aufholjagt der Langweiderin bei 10:7 aber nochmals eine Auszeit. Der folgende eigene Aufschlag führte aber zu einem direkten Fehler und somit zum verdienten 3:2 Erfolg im engsten und spannendsten Match des Nachmittags.
Im Anschluss konnte das sehr starke und zuverlässige hintere Paarkreuz mit zwei 4-Satz-Spielen das Endergebnis festzurren. Zuerst setzte sich Sylvia mit einer abermals fast makellosen (nur der vierte Satz ging verloren) und überzeugenden Leistung gegen Anastasia Kitaev durch, bevor es Anna bei ihrem Abschiedsspiel vorbehalten blieb den Schlusspunkt zu erzielen. Ab Satz 3 konnte sie das anfänglich enge Match voll unter Kontrolle bringen und dominierte mit cleverer Platzierung und spinreichen Angriffen das Abwehrspiel der Gegnerin.
Mit 8:2 ist auch in diesem Spiel das Ergebnis wahrscheinlich etwas zu hoch ausgefallen aber die klasse Mannschaftsleistung und die sehr guten spielerischen Ansätze unserer Damen lassen mich großen Mut schöpfen, dass der Klassenerhalt gelingen wird.

Im Sonntagsspiel entführte schließlich Herbertshofen erwartungsgemäß beide Punkte aus Schwabach und schloss das Doppel-Auswärtswochenende mit der optimalen Punktausbeute ab. Bereits in den Doppeln kündigte sich der Erfolg an und setzte sich dann in der ersten Einzelrunde fort. Schnell führten die Gäste mit 5:0 bevor Vanessa Bathelt in einem engen 5-Satz-Krimi den ersten Punkt erzielte und eine starke Fase der Hausherrinnen einläutete. Das Spiel wurde durch 3 Punkte in der zweiten Einzelrunde noch einmal richtig spannend, denn Schwabach konnte damit auf 4:6 verkürzen. Dieser Zwischenspurt wurde aber, nach dem erwartungsgemäßen Punktverlust im Spiel 3 gegen 1 für Herbertshofen, abrupt durch den Erfolg der bis dahin unglücklich agierenden Nr. 3 der Gäste Gudrun Herfert gegen die Nr. 1 der Schwabacher Marina Korn, die damit ohne Spielgewinn blieb, ausgebremst. Am Ende ein verdienter aber durchaus engerer Erfolg für die einzige Mittelfeldmannschaft der Liga als zu erwarten gewesen war. Respekt deshalb für den Kampfgeist der Damen des Tabellenletzten, die nicht aufstecken und sicher noch einige gute und packende Begegnungen vor sich haben.

Bin gespannt, wie es weiter geht!!!
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"Wichtig ist, dass man nie aufhört zu fragen!"
- Albert Einstein -
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