|
AW: Xiom Vega X
Hier ist er nun, mein Bericht zum Xiom Vega X, insbesondere im Vergleich zum Xiom Vega Pro.
Kurz zur Ausgangssituation:
Ich spiele den Vega Pro quasi seit er erschienen ist, nachdem ich damals einen (günstigen) Ersatz für den T05 haben wollte. Seitdem hat er mich die vergangenen 9-10 Jahre auf meiner Reise von 1500 TTR-Punkten (Kreisliga) bis zu über 1740 TTR-Punkten (aktuell Landesliga, aber etwas überfordert bei gleichzeitiger Formschwäche, daher aktuell bei 1675) begleitet. Ein Belag mit dem ich ganz viel lernen konnte, der mir immer eine super Rückmeldung gibt, was gerade richtig läuft und was nicht. Aufgrund meiner damaligen geringeren Spielstärke war ich damals vermutlich auch einer der Spieler der Kategorie "der Vega Pro ist der besser Tenergy für schwächere Spieler". Zwischendurch gab es kleine Ausflüge zum Tibhar Aurus (für mich kein Mehrwert ggü. dem Vega Pro) und zum Tibhar MX-P (für mich einfach zu große Kontrolleinbußen).
Getestet habe ich den Xiom Vega X in max und 1.8 (gleiche Schwammstärken wie beim Vega Pro) auf einem Victas Firefall FC in 2 Trainingseinheiten mit Trainingspartnern von Bezirksklasse bis Verbandsoberliga, Topspinspieler, Noppenstörspieler und Abwehrer, alles dabei.
Spielgefühl:
Im Anschlag fühlt sich der VX nicht ganz so knackig und hart an wie der VP, das Obergummi fühlt sich minimal weicher und griffiger an. Trotzdem bekommt man eine gute Rückmeldung bzgl. des Balltreffpunkts.
VX < VP (bzgl. der Härte)
Tempo:
Macht man wenig, passiert wenig. Darunter leidet aber (für mich) die Kontrolle, da ich Schläge gerne aktiv ausführe. Passive Hinhalte-Blocks und einfach mal "prallen lassen" ist so gar nicht meins. Geht man aktiv in die Bälle, hat man den hier schon genannten einen Gang "mehr" zur Verfügung. Das funktioniert auch hervorragend mit kurzen Bewegungen aus dem Handgelenk.
VX > VP
Topspin:
Paradedisziplin. Ob weich, ob hart, ob auf Unterschnitt oder als Gegentopspin. Probleme hatte ich in der ersten Einheit auf leere Bälle (speziell halblange Noppen-Kuller-Aufschläge), da das Obergummi den Ball so gut greift, dass ich reihenweise die Bälle einen knappen Meter zu lang gespielt habe. Heute lief das schon besser, Gewöhnungssache.
Heute gegen einen Abwehrspieler gefiel mir besonders die Qualität beim Nachziehen (nicht wirklich meine Stärke). Der VX "hilft" durch seine Dynamik, so dass die Bälle auch bei mehr ankommendem Schnitt nicht im Netz verhungern. Zu hoch geratene Abwehrbälle können leichter mit Schlagspins scharf gemacht werden, da der VX mehr unterstützt als der VP.
Bälle von kurzen Noppen können einfacher mit Länge beantwortet werden, mit dem VP verhungern mir diese auch gerne. Hier hat das VX deutliche Vorteile (keine Ahnung, ob ich es Kontrolle, Spielspaß und "geringere Frustrationsfähigkeit" nennen soll ;-) )
Bogen liefert der Belag ebenfalls sehr viel. Den Absprungwinkel würde ich nicht unbedingt als flacher einschätzen als beim VP, durch die etwas längere Flugbahn kommt sie einem vielleicht so vor.
Dabei beziehe ich mich vor allem auf die Vorhand. Auf der Rpckhand brauche ich noch ein bisschen Zeit, da ich der größeren Dynamik noch nicht intuitiv über den Weg traue. Treffe ich gut und ziehe durch, kommen schöne Bälle. Hier spielt mir der Kopf (auch der aktuellen Form geschuldet) manchmal Streiche.
VX >= VP
Block:
Funktioniert gut, die (geringe) Spinanfälligkeit ist sehr ähnlich zum VP. Leichte Vorteile beim VX durch größere Variationsmöglichkeit durch den "Gang mehr", leichte Nachteile, weil der Ball auch mal "rausrutschen" kann, wenn man übertreibt.
VX = VP
Aufschlag, Rückschlag, Kurz-Kurz:
Sehr schön kontrolliert. Mit kurzem Handegelenkseinsatz kann man auch beim Schupf den Ball noch scharf machen und sehr schön variieren (besser/leichter als beim VP, bei dem die Bewegung größer ausfallen muss ... man muss mehr "reinsäbeln"). Auch Ablagen auf Abwehrbälle gelangen mir durchaus gut und sprangen nur selten unkontrolliert weg. Das unkomplizierte Verhalten im AS-RS hat der VX mit dem VP gemein.
Meine Aufschläge funktionieren weiterhin. Es gerät nichts zu lang, was nicht vorher schon zu lang geraten ist und Spin ist nicht weniger drin. Inwieweit ich die Qualität der Aufschläge noch steigern kann, wenn ich mich letztendlich an den Anschlag und das Dynamikverhalten des VX gewöhnt habe, kann ich nicht sagen. Das muss die Zeit zeigen.
VX >= VP
Fazit:
Insgesamt kann ich mich namstar anschließen: Der Belag macht einfach Spaß.
Den Begriff "Upgrade zum Vega Pro" kann ich auch unterstützen, wobei sich das Spielgefühl sich dadurch halt etwas verändert. Man merkt trotzdem, dass man einen Vega-Belag auf dem Schläger hat. Zum Preis-Leistungsverhältnis muss man nichts sagen, außer: Genial.
Ich werde den Belag voraussichtlich weiter spielen und in die nächsten Punktspiele in 2-3 Wochen gehen. Der Spaß nach einigen frustrierenden Ergebnissen in den Punktspielen ist zumindest erstmal wieder da.
Ein Vergleich zu anderen (aktuellen) Belägen fällt mir schwer, da ich einfach so lange mit dem Vega Pro unterwegs war.
__________________
Gummi, schwarz, dicker-Holz, nicht zu schnell und nicht zu langsam-Gummi, rot, dünner
Online-Petition für mehr myTT-Stabilität: openpetition.de/!fxjrv
Geändert von Florry (30.01.2020 um 22:33 Uhr)
|