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Zitat von Volkmar
Also halten wir mal fest: Bis zum Ende der Einspielzeit darf der Gegner kontrollieren und beanstanden, danach nicht mehr.
Wenn der Gegner vor dem Einspielen oder während des Einspielens den Schläger beanstandet, darf der Spieler, dessen Schläger beanstandet wurde, dann den Schläger wechseln ? Falls ja, beginnt die Einspielzeit von neuem (also erneut 2 Minuten) ?
Und: Situation in einem Meisterschaftspiel:
Ein Spiel wird mit unzulässigem Material gespielt, das nicht beanstandet wurde. Beim 2. Spiel desselben Spielers wird dessen Schläger beanstandet.
Hat die Beanstandung im 2. Spiel Auswirkungen auf die Wertung des 1. Spiels? Meiner Ansicht nach nicht.
Gruß, Volkmar
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Um mal wieder von der leidigen Palio Diskussion wegzukommen: Hier meine Antworten auf die o.g. Fragen:
1. Du darfst natürlich das Material des Gegner nur in dem Moment beanstanden, wo dir auffällt, dass damit etwas nicht in Ordnung ist. Sollte der gute Mann schon zwei Sätze gespielt haben, und dir fällt beim Seitenwechsel auf, dass da was nicht stimmt, beanstandest du eben dann. Sollte kein OSR anwesend sein, wird es jetzt eh kompliziert, weil keiner entscheiden kann. Unter Protest weiterspielen, und gucken was der Staffelleiter macht. In der Regel sollte man aber alleine deshalb schon vor dem Spiel kontrollieren, bzw. jedes mal wenn der Spiel regelgerecht den Schläger wechselt, weil es ja etwas doof aussieht, wenn man beim Stand von 0:2 Sätzen und 0:10 Punkten plötzlich meint, am Schläger rumnörgeln zu müssen. Ist ein SR anwesend, ist das ja eh überflüssig, da der in der Regel ja die Schläger kontrolliert.
2. Sollte ich als SR (oder wegen mir auch der Spieler, wenn kein SR dabei ist) vor der Einspielzeit eine Schlägerzulässigkeit anzweifeln, darf der betreffende natürlich noch den Schläger wechseln. Die Einspielzeit verlängert sich dadurch natürlich nicht.
3. Ein gespieltes Spiel ist ein gespieltes Spiel und kann wegen Unzulässigkeit des Materials nur schwer als verloren gewertet werden. Da ist dann mal wieder das typische Tischtennisproblem offensichtlich, das da heisst: Keine Offiziellen bei Punktspielen anwesend. Ist ein SR da, gibt es diese Situation in der Regel nicht, ist keiner da, und die Situation tritt auf, ist man in Arsch gekniffen

. Aber wie wollte man dem Spieler beweisen, dass er auch schon mit dem Schläger im ersten Spiel gespielt hat? Wenn man es gewusst hat, ist es zu spät, Protest einzulegen, da Protest ja bekanntlich zu dem Zeitpunkt eingelegt werden muss, in dem man den Protestgrund erkennt...
Wie oben aber auch schon von mir gepostet, halte ich das Problem mit der Schlägerwechselei noch während der Einspielzeit für a) theoretisch und b) wenn ich als SR am Tisch sitze auch nicht als zulässig.
Grüße,
Heidy2000