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Zitat von Aramis23
Ich habe ja kein Problem gegen einen stärkeren Gegner zu verlieren, aber wenn es so knapp wird, er mal paar Punkte weg ist, geht das geeier.
Im Training juckt mich sowas garnicht. Selbst bei 0:2 denk ich da, prima nun nen 3:0 und der Sieg ist mir.
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Ich höre aus solchen Sätzen heraus, dass es sehr wichtig für dich ist, zu gewinnen. Der Siegeswille steht einem bei knappen Situationen oft im Weg und entscheidet über die Gefühlswelt: Liegst du vorne, fühlst du dich gut. Liegst du hinten, beginnst du zu zweifeln und spielst schlechter. Es kann doch nicht sein, dass unser geliebtes Hobby in Stress ausartet.
Was ist Stress
Ohne Stress kann der Mensch nicht leben. Denn für viele Situationen braucht er eine erhöhte Leistungsbereitschaft. Bei Stress werden bestimmte Hormone im Körper ausgeschüttet. Sie stoßen verschiedenste körperliche Reaktionen an: Das Herz schlägt schneller, Gehirn und Lunge werden besser versorgt, die Sinne sind geschärft. An und für sich ist das nichts Schlechtes. Das Problem entsteht erst, wenn dieser Zustand anhält.
Urspung von Stress
Stellen dir vor, du bist ein Savannenbewohner. Plötzlich taucht ein Leopard auf. Der Leopard wird versuchen - da er einige Tage nichts gefressen hat - dich als wohl schmeckende Beute zu erlegen. Du hast zwei Möglichkeiten: angreifen oder fliehen, die berühmte fight-or-flight-Reaktion. Für beides brauchst du plötzlich sehr viel Energie. Dafür werden die Stresshormone ausgeschüttet: Adrenalin, das innerhalb von Sekunden aktiv wird, und das längerfristige Cortisol. Dieses ist für die chronischen Stresserkrankungen verantwortlich: Denn heutzutage hält meistens der Stress im Alltag an, und die Cortisolausschüttung bleibt konstant auf einem zu hohen Niveau.
Umgang mit dem Stress im TT
Methode 1: Die Bedrohung kann zurückgefahren werden, was bedeutet, dass du dich nicht mehr auf dieses Modell Sieg-Niederlage konzentrierst sonder nur noch auf dein Spiel und die Aufgaben, die du dir dabei stellst. (z.B. Bälle in die Mitte mit der VH umlaufen; Den Gegner häufig auf den WP anzuspielen; usw.)
Methode 2: Bei Spielständen wo du hintenliegst statt nur passiv "vor den Henker geführt" zu werden, wirst du aktiv und beginnst zu fighten.
Um die Probleme längerfristig in den Griff zu bekommen, ist die Methode 1 zu empfehlen. Kurzfristig im Match hilft auf jeden Fall Methode 2.
Gruss
Martin