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Alt 08.02.2020, 15:40
Noppenzar Noppenzar ist offline
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AW: DER Thread für politisch Interessierte

Zitat:
Zitat von Danielson Beitrag anzeigen
Ich bin ein Meinungsdikator, wenn ich beispielsweise im Unterricht zur Epoche Aufklärung den Schülern vermittele, dass Gedanken Lessings, Kants und Goethes in unserer freiheitlich-liberalen Verfassung verankert sind?

Die freie Meinungsäußerung endet an der Stelle, wo Menschen beispielsweise abgewertet oder diskriminiert werden aufgrund ihrer Herkunft. Aber sie ist dann auch in Gefahr, wenn Andersdenkende pauschal diffamiert werden. Das sollte eigentlich Konsens sein.

Aber bei Dir scheint das nicht anzukommen. Du basht plump gegen Andersdenkende und schreibst von "links-grün versifften Politikern", den "indoktrinierenden Lehrern" oder der "gleichgeschalteten und gekauften Journale".
Davon hat niemand gesprochen. Aber auch dir wird die andauernde Thematisierung dieser Epoche nicht verborgen geblieben sein.

Und Verunglimpgungen kommen von allen Seiten, das hat bei Jugendlichen sehr sehr wenig mit "echtem" Rassismus zutun, eher mit Rollenkämpfen innerhalb einer Gruppe.

Bei Links-/Rechtsintellektuellen passiert das eher subtil, bei eher einfach gestrickten Persönlichkeiten dann so wie bei Owomoyela.

Ich glaube auch nicht, dass die Schalker Proleten den Berliner rassischtisch treffen wollten. Hätte er ne dicke Plautze wäre er als fette Sau oder so bezeichnet worden.

Schonmal beim Fussball nahe drangestanden oder mal Ferienarbeit in der Fabrik oder auf dem Bau gemacht?

Da kriegen es alle ab, oft auch weit unter der Gürtellinie. Das ist psychologisch einfach Dominanzverhalten durch Herabsetzung.

Siehst du jeden Tag überall, unabhängig von Ethnie, Herkunft oder Geschlecht.

Und schwache Persönlichkeiten gehen halt bevorzugt auf Minderheiten. Frag mal deutsche Schüler in Klassen mit 30 Muslimen oder türkische Mädchen, die sich in so einer Klasse dem Kopftuch verweigern oder einen deutschen Freund haben.

Das hat mit "Nazi" nichts zu tun.

Von einem Lehrer erwarte ich da eine kurze, klare Ansage und kein stundenlanges Referat über Auschwitz.

Jeder kennt die Historie, nahezu alle lebenden Deutschen haben damit aufgrund ihres Geburtsdatums nichts am Hut (oder möchtest du dir Vorwürfe anhören weil dein Opa irgendwelche Straftaten begangen hat?). Zudem gibt es keine Sippenhaftung.

Unser Staatssystem plus Präsenz der USA in Deutschland schließen eine Wiederholung der Geschichte kategorisch aus.

Selbst wenn die NPD die absolute Mehrheit erzielen würde, wo die Wahrscheinlichkeit bei 0,000x% liegt, selbst dann sind Polizei und Bundeswehr "neutral" organisiert und die Judikative ist ebenfalls unabhängig.

Und die AFD, selbst ein Spinner wie Höcke, ist noch weit von der NPD und ihren Vasallen entfernt. Die AFD hat ein Parteiprogramm ähnlich wie es ein Strauß geschrieben hätte. Sogar Elemente der alten SPD unter Schmidt sind enthalten.

Und sicher gibt es vereinzelt Spinner, die in der Schule abdriften. Ein Polenwitz, Judenwitz oder sonstige dümmliche Gestik oder Bemerkung macht noch lange keinen "Nazi".

Selbst ein Esume findet es total lächerlich, wenn sich seine Freunde bei jeder Kritik an anderen Personen nichtdeutscher Ethnie gleich vorweg entschuldigen.

MMn. muss man ganz scharf differenzieren. Wenn man auf dümmliche Bermerkungen gleich so massiv draufgeht, wie soll man dann noch reagieren, wenn mal ein echter "Nazi" auftaucht?

Da hat man doch pädagogisch jedwedes Pulver verschossen. Wie soll man den noch ächten oder Maßregeln, wenn man den Begriff vorher inflationär verwendet?

Umgekehrt wäre das ja so, wenn man jeden linken Aktivisten mit Baader/Meinhof gleichsetzt. Wie soll man da dann noch einem Hardcoreantifanten gegenübertreten?

Mir ist das alles viel zu ideologisch aufgeladen und zu viel mit persönlichem Machtstreben verknüpft.

Welch Brot ich ess', dess' Lied ich sing ist doch in Medien, Politik und Arbeitswelt heute weiter verbreitet als die tatsächliche Bewertung.

Wäre ich heute ein Schüler und hätte eine FFF Lehrerin, dann würde ich da auch mitlatschen. Einfach wegen der Note.
In Auschwitz war ich privat mal und das ganze "Ambiente" ist schon recht bedrückend. Da braucht es dann auch nicht viele Worte und wer Zähne, Seife, Ofen und Dusche sieht, da verbietet sich jedweder Witz oder dümmlicher Kommentar.

Nur nehme ich für mich in Anspruch, dass mir das weder Medien noch, als Schüler, Lehrkräfte nonstop vorbeten und hinter allem "Nazi" wittern.

Und ja, ich verwende die Worte "Negerkuss" und "Zigeunerschnitzel" und finde es nicht schlimm.

Genausowenig stört es mich als "Kartoffel" oder "Langnase" (Asien) betitelt zu werden, sofern Mimik und Gestik dabei nicht abfällig sind.

Mir wird da viel zu viel aufgebauscht und erst der Shitstorm macht es überhaupt erst relevant.

Im Grunde lächerlich in einer Gesellschaft, wo ich behaupte, dass 95% aller Menschen überhaupt kein extremistisches Gedankengut haben.