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Alt 08.02.2020, 17:24
Noppenzar Noppenzar ist offline
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Zitat:
Zitat von Nieschreiber Beitrag anzeigen
Na ja, welches Kind mit vielleicht 18 Jahren in der Oberstufe, hat denn noch lebende Großeltern, die aktiv Nazis gewesen sein können? Wenn überhaupt, sind das nur ganz wenige Einzelfälle. Es werden wohl eher jüngere Großeltern sein, die von ihren Eltern evtl. was erzählen können.

Ich persönlich schätze die Gefahr eines Krieges, der von Deutschland ausgehen könnte, sehr gering ein. Das was Max Annas in seinem Buch "Finsterwalde" beschreibt, halte ich hingegen leider für denkbar. Der damalige Judenhass war ja kein rein deutsches Phänomen. Deshalb hatten die Nazis bis zum Kriegsbeginn keine wirklich großen Probleme diesbezüglich mit dem europäischen Ausland gekriegt.

Die Parallelen zum Ansehen der Muslime und/oder Afrikaner eben nicht nur in Deutschland, sind es, die durchaus erkennbar sind. Das ist leider ein schleichender Prozess. Es sind Leute wie Sarrazin - ein SPD-Mann übrigens - und auch ein Horst Seehofer und eben nicht nur die AfD, die das mit vorangetrieben haben. Dass die CSU vor wenigen Jahren selbst noch mit dem Verhandelnwollen mit der AfD kokettiert hatte, ist auch eine Tatsache, die nicht vergessen werden sollte.

Wird Aktuelles bei Dir im Unterricht auch mit diskutiert?
Geschichtlich gibt es aber einen erheblichen Unterschied zwischen damaligen Juden und heutigen Muslimen.

Die Juden damals waren Deutsche. Ethnisch, als auch sich mit dem Land identifizieremd. Sehr viele Juden haben mit großem Nationalstolz im ersten Weltkrieg gekämpft. Der Hass kam aus dem eigenen Volk und den NSDAP Spinnern die ein Feindbild und Sündenbock brauchten.

Bei den Muslimen ist es aber so, dass Abgenzung und Ablehnung oft von der Seite der Muslime ausgehen. Trotzdem würde heutzutage niemand diese Gruppe pauschal angreifen oder gar einen Genozid planen. Das Problem ist eher umgekehrt in Ländern wie Saudi-Arabien, Iran oder anderen totalitären muslimischen Staaten vorhanden. Anthor hat richtig festgestellt, dass 81% aller antisemitischen Übergriffe in Deutschland von Muslimen ausgehen. Muslime standen im 2.WK eng an der Seite der Nazis.

Soviel historische und aktuelle Korrektheit muss sein.

Und wenn verschiedene Politiker wie Sarrazin, Seehofer oder früher Schmidt ("mir kommt kein Türke mehr über die Grenze") oder auch Kohl und früher Merkel (!) sich klar gegen weitere Zuwanderung aus dem muslimischen Raum ausgesprochen haben, dann ist das nicht fremdenfeindlich, sondern eine politische Position, die man im normalen demokratischen Spektrum ohne Probleme vertreten kann.

Etwas völlig anderes sind Terroranschläge und Gewalttaten, wie sie von Extremisten aller Couleur verübt werden.

Langfristig sehe ich aber wie einstmals Helmut Schmidt das Problem, dass bei noch stärkerer Zuwanderung die kulturellen Konflikte stark zunehmen könnten. Harvard hat hier in Analysen etwa 15-20% ausgerechnet, wenn eine neue Ethnie ins Land kommt..

Das hat dann aber nichts mit der Vergangenheit 1933 zutun, das wäre dann ein Kulturkampf, wie man ihn auf der ganzen Welt in Vielvölkerstaaten beobachtet.